DRENSTEINFURT ▪ In Sachen Windenergie will die Stadt Drensteinfurt hoch hinaus. Mittlerweile werden auch Anlagen mit einer Gesamthöhe von 185 Metern in Betracht gezogen.

Während vor einem halben Jahr solch große Anlagen noch kritisch bewertet und nur in besonderen Situationen als vertretbar angesehen wurden, hieß es am Montagabend im Bauausschuss, dass eine Höhenentwicklung bis 185 Meter vertretbar ist.
Bereits 1998 hatte die Stadt Drensteinfurt Eignungsbereiche für Windenergie bestimmt und diese im Flächennutzungsplan eingegrenzt. Diese Zonen wurden rund um den Ameker Berg eingerichtet. Bislang dürfen in dem Bereich nur 100 Meter hohe Windräder aufgestellt werden. Und an dieser Höhe soll nun gerüttelt werden.
An der Einrichtung von Konzentrationszonen will die Stadt Drensteinfurt indes festhalten. Allerdings soll das gesamte Stadtgebiet überplant werden. Das Büro Tischbein und Schrooten wird anhand eines 24-Punkte-Katalogs vornehmen. In diesem Katalog soll auf verschiedene Faktoren (Landwirtschaft, Flugsicherheit, Landschaftsschutzgebiete) Rücksicht genommen werden. Nur in diesen dann gegründeten Konzentrationszonen sind entsprechende Anlagen zulässig. Ein wichtiges Standbein sollen auch die Errichtung von Bürgewindparks sein. „Darunter versteht man Windfarmen, an denen sich die ortsansässigen Bürger konzeptionell und finanziell beteiligen können“, machte der Bürgermeister deutlich. In welcher Form dies geschehen könne, sei durch den NRW-Winderlass nicht vorgeschrieben. Der Erlass lasse vielmehr verschiedene Arten der Beteiligung zu.
Die Bürger ins Boot zu holen und für die Windpark zu begeistern sei ein wichtiges Anliegen in dem Prozess, unterstrich Paul Berlage. Daher werde voraussichtlich am 6. März in der Realschule eine entsprechende Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden. Nähere Einzelheiten würden noch bekannt gegeben. J war
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