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Betreiber der Kulturscheune in Walstedde haben Antrag auf Nutzungsänderung gestellt / Stadt Drensteinfurt unterstützt Initiative

Kulturscheune vor Neustart

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WALSTEDDE ▪ Die Kulturscheune am Haus Walstedde soll wieder zum Leben erweckt werden. Die Betreiber der Einrichtung wollen das Gebäude wieder nutzen und haben einen entsprechenden Antrag an den Kreis Warendorf gerichtet. Unter bestimmten Auflagen könnte der Kulturbetrieb in der Scheune wieder aufgenommen werden.

Rückendeckung erhalten die Betreiber von der Stadt Drensteinfurt, die ein öffentliches Interesse an der Kulturscheune bekundete. Das sei Voraussetzung für eine Genehmigung für den Betrieb der Scheune gewesen. Natürlich müssten die Betreiber auch Auflagen erfüllen, machte Bürgermeister Paul Berlage deutlich.

Im Juli vergangenen Jahres musste die Kulturscheune geschlossen werden. Nachbarn hatten sich über Lärmbelästigung bei Veranstaltungen beschwert, wie beispielsweise gegen die „Marholdsche Wundertüte“. Damals sei die Geräuschkulisse so laut gewesen, dass selbst in geschlossenen Räumen der Fernseher nicht mehr zu hören gewesen sei, hatten Nachbarn berichtet. Betreiber Prof. Dr. Dr. Josef Weglage hatte einräumen müssen, dass die Nachbarn juristisch im Recht seien. Die Baugenehmigung aus dem Jahre 2008 sehe vor, dass „elektroakustische Übertragungsanlagen“ wie Verstärker bei Veranstaltungen in der Kulturscheune nicht zum Einsatz kommen dürfen. Nach den Anwohner-Beschwerden hatte das Kreis-Bauamt die Verantwortlichen ermahnt, sich zukünftig an die Auflagen zu halten.

Nun hat das Gesundheitszentrum einen Antrag auf Nutzungsänderung an den Kreis Warendorf geschickt und auf eine „beschränkte Nutzung“ verwiesen. In Gesprächen mit der Stadt Drensteinfurt und dem Betreiber sei der Kreis Warendorf auch an einer Lösung interessiert, hieß es gestern auf WA-Anfrage aus dem Warendorfer Kreishaus.

Gegenüber dem Westfälischen Anzeiger machte Zentrumsmanager Stefan Kamp deutlich, dass man in dem Antrag freiwillige Zusagen mache. Die Zahl der Veranstaltungen werden auf maximal zehn beschränkt. Um 22 Uhr soll an den Veranstaltungstagen Schluss sein, so Kamp: „Das beinhaltet auch die Parkplätze.“ Den nördlichen Parkplatz hinter der Kulturscheune wolle man für die Veranstaltungen komplett schließen, damit die Anwohner nicht von den an- und abfahrenden Fahrzeugen gestört werden. „Wir wollen das Ansinnen der Nachbarn auf jeden Fall berücksichtigen“, erläuterte Kamp. Dazu gehöre auch, dass während der Veranstaltung Fenster und Türen geschlossen sein müssen und der Lärmpegel nicht über 93 Dezibel steige. Kamp erklärte, dass die Betreiber dem Dorf durch die Öffnung der Kulturscheune gerne etwas zurückgeben würden.

Die Veranstaltungen, die bereits stattgefunden haben, seien auf eine überaus positive Resonanz gestoßen. Einige Anfragen habe es auch für die kommende Saison gegeben. So wolle die Grundschule gerne ihr Kindermusical aufführen. Außerdem habe Rudi Marhold bereits wieder eine „Wundertüte“ in Vorbereitung.

Im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur informierte Berlage die Kommunalpolitiker über die neue Entwicklung. Alle Kommunalpolitiker stellten sich hinter die Verwaltung und begrüßten das Engagement der Betreiber von Haus Walstedde. Das öffentliche Interesse sei allemal gegeben, machten die Kommunalpolitiker deutlich. „Wir wollen die Kulturscheune und sehen sie als Bereicherung an“, machte Heinz Töns für die CDU-Fraktion deutlich. Zum Streit mit den Nachbarn meinte der Fraktionsvorsitzende, dass er das Gefühl gehabt habe, dass es einigen Nachbarn nicht um die Lärmbelästigung ginge, sondern um eine Retourkutsche gegen den Betreiber.

Bürgermeister Berlage erklärte, dass er die Zusagen des Betreibers auch für die Nachbarn für zumutbar halte. Ein öffentliches Interesse bestehe in jedem Fall, da auch die Lambertus-Schule die Kulturscheune gerne nutze und die Betreiber von Haus Walstedde auch Projekte für junge Menschen auf die Beine stelle. ▪ war

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