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Pläne für Westerncity in Dolberg vorgestellt

Pläne für Westerncity in Dolberg vorgestellt

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DOLBERG ▪ „Dodge City“, wie vielleicht von vielen Dolbergern gewünscht, wird die geplante Westernstadt im Gewerbegebiet Ostdolberg nicht heißen. Das machte Jörg Kopmeier aus Lippstadt Mittwoch bei der offiziellen Vorstellung des Projektes in den Räumen der Ahlener Wirtschaftsförderungsgesellschaft deutlich.

So könnte die Westernstadt im Gewerbegebiet Ostdolberg einmal aussehen. ▪ Grafik: WTM

Kopmeier ist Geschäftsführer der eigens für die Westernstadt gegründeten Western Town Münsterland Grundstücks- und Management GmbH & C0. KG.

Er bestätigte noch einmal die Zahlen: Zehn Millionen Euro Investitionssumme, mit denen auf dem zehn Hektar großen Grundstück die Westernstadt entstehen soll. Am Anfang sollen rund 100 Arbeitsplätze (Voll- und Teilzeit) geschaffen werden. Man rechne mit jährlich 150 000 Besuchern. Die Hauptöffnungszeit werde März bis Oktober sein. Teile der Stadt sollen auch im Winter geöffnet werden, sagte er. Übernachtungsmöglichkeiten seien ein wesentlicher Einnahmefaktor. Man wolle vom einfachen Tipi (Indianerzelt) über Blockhäuser, Pfahlhäuser bis hin zu Zimmern in Drei-Sterne-Qualität alles anbieten.

Es gebe in Deutschland erst zwei Westernstädte, eine in Süddeutschland und eine in Ostdeutschland, berichtete er. Die Westernreit-Szene entwickle sich sehr massiv.

Zudem gebe es eine große Bewegung von Menschen, die wie im früheren Westen leben wollten. Es werde keine Fahrgeschäfte oder Karussells geben, wie zum Beispiel in Fort Fun geben. Vielmehr werde eine Stadt aufgebaut, die auch als Filmkulisse dienen könnte. Zielgruppe seien Familien. Daher sollen die Preise moderat sein.

Für die Hälfte der Investitionssumme hat nach Kopmeiers Aussage bereits eine Investorengruppe aus Norddeutschland eine Zusage gegeben, „sobald wir unser Hausaufgaben erledigt haben“. Die anderen fünf Millionen Euro wolle man über den freien Markt bekommen. Als Ziel für die Eröffnung nannte er den Sommer 2014.

Als Standortvorteil führt er zum einen den weit fortgeschrittenen Planungsprozess in Ahlen an. Auf Nachfrage räumte er ein, auch Kontakt zu anderen Städten zu haben. Der Planungsvorsprung in Ahlen liege aber bei rund drei Jahren. Zum anderen nannte Kopmeier als Vorteil die Nähe zur Autobahn und damit zu den potenziellen Gästen. Bis zu 90 Minuten Autofahrt nähmen sie für den Besuch einer solchen Anlage in Kauf berichtete er. Damit gebe es einen Einzugsbereich mit einem enormen Potenzial.

Viele Vorleistungen habe man bereits erbracht, berichtete Werner Iffert von der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ahlen. So seien in Ahlen mehrere Standorte geprüft worden, darunter auch im Bereich der Zeche. Weiterhin seien alle Träger öffentlicher Belange angesprochen worden. Vorteil in Dolberg sei, dass sich sechs Hektar der Fläche in städtischer Hand befänden. Auch die Eigentümer der beiden anderen Flächen seien bereits mit im Boot, so Iffert.

Thomas Kampmann von der Stadtentwicklungs- und Planungsabteilung erläuterte die weiteren Schritte. Planungsrecht werde mit einem Vorhaben- und Erschließungsplan geschaffen. Es solle ein zweistufiges Bürgerbeteiligungsverfahren geben. In zwölf Monaten könnte das Verfahren beendet sein.

Optimistisch zeigte sich auch Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller. Er bezeichnete die Westerstadt als sehr umweltverträgliche Lösung mit einer vergleichsweise geringen Flächenversiegelung. Die Auswirkung auf die Nachbarschaft sei Gegenstand des planungsrechtlichen Verfahrens. Die zusätzliche Verkehrsbelastung für Dolberg hält sich nach seiner Auffassung in Grenzen. Denn 80 bis 90 Prozent der Besucher kämen von der Autobahn, sagte er. ▪ jim

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