DOLBERG ▪ Drangvolle Enge herrschte gestern Nachmittag im Versammlungssaal der Mehrzweckhalle, als der Ortsausschuss Dolberg tagte. Es war das Projekt Westernstadt, das auf der Tagesordnung stand und die Bürger in Scharen lockte.
Aus erster Hand wollten sie informiert werden. Stadtplaner Matthias Bartmann stellte die Planung vor. Man sei ganz am Anfang des Verfahrens. Mit dem Ratsbeschluss, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen, werde es erst in Gang gesetzt. Anschließend sei der Investor am Zuge und müsse Geld in die Hand nehmen und die erforderlichen Gutachten, unter anderem zum Verkehr, zu den Auswirkungen auf die Nachbarn oder zum Schall, in Auftrag geben. Zweimal hätten die Bürger im Rahmen des Verfahrens die Möglichkeit, ihre Bedenken vorzubringen. Die Prüfung der Planung erfolge ergebnisoffen, sagte Bartmann.
Thomas Kampmann, zuständig für die Bauleitplanung, erläuterte, dass zusätzlich nördlich der geplanten Westernstadt auch noch ein Reiterhof mit Westernreiten entstehen solle. Zudem wies er noch auf eine Besonderheit des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes hin. Der sei gekoppelt mit einem Durchführungsvertrag, der den Investor verpflichte, sein Projekt in einem bestimmten Zeitraum umzusetzen. Auch müsse der Investor seine Finanzkraft nachweisen.
Bis auf Romberg empfahlen alle Mitglieder des Ortsausschusses den vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen und den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. ▪ jim
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