WERNE ▪ Das Thema Steuern ist ja eigentlich ein eher trockenes. Carsten Prott vom Finanzamt in Lüdinghausen aber vermittelte gestern Morgen vor Oberstufen-Schülern des Anne-Frank-Gymnasium mit viel Witz, warum es diese Art der Abgaben überhaupt gibt. Seine jungen Zuhörer waren dabei nicht minder unterhaltsam. So lautete eine Antwort auf die Frage, wohin die Gelder denn fließen würden: „Griechenland“.

© Hillebrand
Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth (r.) begrüßte mit Martin Schlüter (v.l.) den Leiter des Finanzamts, seinen Mitarbeiter Carsten Prott und Wernes Bürgermeister Lothar Christ. ▪
Wie finanziert sich unser Staat? Dies legte Prott dar, und dabei wurde er von seinem Chef, Finanzamtsleiter Martin Schlüter, unterstützt sowie von Lothar Christ. Wernes Bürgermeister machte in einem eigenen Vortrag deutlich, dass zum Beispiel weder die Schulmensa am „Anne-Frank“ noch der Kunstrasenplatz am Lindert entstanden wären, wenn die Bürger keine Steuern zahlten. Auch sprach er den demografischen Wandel an und damit die Tatsache, dass künftig immer weniger Arbeitende für immer mehr Menschen aufkommen müssten.
Steuern und Finanzamt – diese Wörter seien äußerst negativ besetzt, sagte Prott, und die Schüler pflichteten ihm bei. Gleichwohl könne das Gemeinwesen ohne derlei Abgaben und eine Stelle, die den Geldfluss steuere, nicht funktionieren. Steuern – aus Protts Sicht sind sie nichts anderes als Solidarbeiträge, denn eine Gegenleistung wie neue Straßen oder Schulen gebe es nie für den einzelnen, sondern immer für die Allgemeinheit.
Das Finanzamt Lüdinghausen war schon im vergangenen Jahr zu Gast im Anne-Frank-Gymnasium. Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth bedankte sich für den zweiten Besuch und auch bei Bürgermeister Christ für die Schilderung detaillierter Beispiele aus Werne. ▪ am
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