WERNE ▪ Rani riskiert kein Auge. Schläfrig liegt der stattliche Tiger im Wasserbecken. Er weiß, sein großer Auftritt kommt erst heute, wenn im Zirkus Althoff um 15.30 Uhr die Premierenvorstellung beginnt. Während Rani noch döst, sind die Mitarbeiter des Zirkus-Unternehmens auf der Wiese am Fürstenhof/Ecke Penningrode damit beschäftigt, die letzten Vorbereitungen für das Gastspiel in Werne zu treffen.

Manolito de Sanchez schaut nach Rani, der sich im Wasserbecken abkühlt.
Rani ist einer von 15 Tigern, mit denen Dompteur Michael Fischer bis Montag in den Vorstellungen junge und alte Zirkusfans begeistern will. „Wir sind der größte Raubtier-Zirkus in Europa“, sagt Manolito de Sanchez, Mitarbeiter des Unternehmens. Zum weiteren Tierpark gehören fünf Löwen, Pferde, Ziegen, Esel, Zwergponys und seit kurzem auch ein Känguru namens Jack.
Jack ist praktisch noch ein Kind. Das rote Riesenkänguru ist erst ein halbes Jahr alt und reicht seinem „Trainer“ Kevin Fischer erst bis zur Schulter. Das wird sich schnell ändern, denn das Tier erreicht im Stehen, wenn es ausgewachsen ist, bald eine Höhe von 1.80 Metern. In der Manege wird Jack zum Boxkampf antreten. „Dabei sollten aber unbedingt Boxhandschuhe getragen werden, denn so ein Känguru hat scharfe Krallen“, sagt Manolito. Dabei zeigt er auf eine große Schramme am Unterarm, die er selber von einem Zweikampf mit dem noch kleinen Tier davongetragen hat.
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