WERNE ▪ Grün ist die Farbe der Hoffnung. Deshalb hat sich der Deutsche Kinderhospizdienst die Farbe Grün ausgesucht, um Familien ins Bewusstsein zu rufen, in denen ein Kind an einer lebensverkürzenden Krankheit leidet. Am Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar flattern auch in Werne grüne Bändchen der Solidarität.

© Brüggemann
Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung zeigen gemeinsam mit Heike Gründken vom Kinderhospizdienst (2.v.li.) ihre Solidarität mit Familien, in denen ein Kind lebensverkürzend erkrankt ist. J
„Wir möchten mit diesem Aktionstag auf unsere Arbeit aufmerksam machen. Die grünen Bänder drücken dabei die Hoffnung aus, dass sich immer mehr Menschen mit den erkrankten Kindern und deren Familien verbünden“, sagt Heike Gründken, Koordinatorin beim ambilanten Kinderhospizdienst Kreis Unna. 41 ehrenamtliche Mitarbeiter sind dort tätig, die derzeit im Kreis Unna 36 Familien betreuen – darunter fünf in Werne.
„Die Menschen sollen wahrnehmen, dass es so etwas gibt“, so Gründken. Denn es gebe etliche betroffene Familien, die noch nichts von der kostenlosen Unterstützung durch den Ambulanten Kinderhospizdienst wissen. Zudem diene der Tag dazu, ehrenamtliche Begleiter zu gewinnen, finanzielle Unterstützer zu finden und das Thema Tod und Sterben zu enttabuisieren.
Weitere aktive Mitstreiter sind willkommen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden auf ihre Tätigkeit mit einem 80-stündigen Befähigungskursus vorbereitet. Sie beschäftigten sich in den Familien unter anderem mit dem erkrankten Kind, spielen mit Geschwisterkindern, haben Zeit zum Zuhören. Zusätzlich fördert der Kinderhospizdienst die Vernetzung der Familien untereinander sowie deren Selbsthilfe. ▪ kb
Weitere Informationen zur Kinderhospizarbeit gibt es in der Geschäftsstelle in Unna, Tel. 02303/9 42 90 (Montag und Dienstag von 9 bis 12 Uhr).
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