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Schüler übernehmen den Kiosk an der Pestalozzischule in Bönen

Schüler übernehmen Kiosk an der Pestalozzischule

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BÖNEN ▪ Um ein eigenes Unternehmen zu gründen, bedarf es einer langen Vorbereitung. Ein Konzept muss erarbeitet, eine Betriebsordnung verfasst und eine Preiskalkulation erstellt werden.

Die neugegründete Firma „Eat in! GzbL“ an der Pestalozzischule wird nahezu professionell geführt. Schulleiter Ralf Goldschmidt (von links), die sechs Geschäftsführer Lisa Kothe, Julian Weber, Lukas Florian, Patrick Niehage, Kai Löb, Rico Brandt sowie der Fördervereinsvorsitzende Heinz Ulrich Kamp und Referendarin Katharina Giese stellten den Mitarbeitern das Projekt vor. ▪

© Guboff

Die neugegründete Firma „Eat in! GzbL“ an der Pestalozzischule wird nahezu professionell geführt. Schulleiter Ralf Goldschmidt (von links), die sechs Geschäftsführer Lisa Kothe, Julian Weber, Lukas Florian, Patrick Niehage, Kai Löb, Rico Brandt sowie der Fördervereinsvorsitzende Heinz Ulrich Kamp und Referendarin Katharina Giese stellten den Mitarbeitern das Projekt vor. ▪

Um all diese Angelegenheiten kümmerten sich in den vergangenen Monaten Lisa Kothe, Julian Weber, Lukas Florian, Patrick Niehage, Kai Löb und Rico Brandt. Mit Unterstützung von Referendarin Katharina Giese gründeten sie die Schülerfirma „Eat in! GzbL“ und leiten ab 13. Februar den Kiosk an der Pestalozzi-Hauptschule.

Rund 50 Schüler interessierten sich anfangs für das Projekt. „Dann haben viele wohl gemerkt, mit wie viel Arbeit das Ganze verbunden ist“, sagte Katharina Giese. Schließlich sollten die Schüler möglichst eigenständig an dieser Aktion arbeiten.

Und das ist den sechs Geschäftsführern bestens gelungen. Ihre Ideen und das fertige Konzept stellten sie gestern in der ersten Mitarbeiterversammlung vor. Rund 25 Angestellte sollen sich um den Schulkiosk kümmern. Sie alle sind unterteilt in den Abteilungen Produktion, Einkauf, Verkauf, Marketing und Buchhaltung. In den jeweiligen Gruppen wurden die ersten Aufgaben verteilt, ein Personalplan erstellt und die Arbeitsverträge unterschrieben.

Die Schülerfirma hat nämlich einen durchaus professionellen Charakter. Daher unterrichteten die Geschäftsführer ihre Mitarbeiter auch im Vorfeld über Bedingungen, Rechte und Pflichten. Demnach könne ein Angestellter „im Falle eines starken Leistungsabfalls in einzelnen Fächern oder anderer Probleme zeitweise beurlaubt werden“.

Doch Lisa Kothe appellierte an ihre Mitschüler: „Ihr sollt auch mitgestalten und eure Eindrücke und Ideen einbringen.“

Die zukünftigen Mitarbeiter wählte ihre Unternehmensführung selbst aus und führte eigenständig Bewerbungsgespräche. „Wir haben uns zuerst Eindrücke verschafft, um uns ein Urteil zu bilden“, sagte Patrick Niehage.

In den kommenden Tagen sollen die Angestellten – wie es im Lebensmittelbereich üblich und vorgeschrieben ist – ein amtliches Gesundheitszeugnis vorlegen, erklärte Katharina Giese. Bei der Mitarbeiterzahl von 25 soll es zunächst bleiben. „Viel mehr geht gar nicht, man muss das Ganze ja auch organisiert bekommen“, sagte die Referendarin.

Ralf Goldschmidt indes lobte die Initiative der Mädchen und Jungen. „Für uns ist das ein absolutes Novum, aber auch ein absolutes Highlight an der Schule“, freute sich der Schulleiter. „Es war fantastisch mit anzusehen, wie die gesamte Geschäftsleitung agiert hat und so zusammengeblieben ist.“ Dieses Projekt sei eine „wunderbare Vorbereitung“ auf das Berufsleben – und ein Vorzeigemodell für die Pestalozzischule. „Ich wünsche mir, dass wir damit einen Meilenstein in der Schule gelegt haben“, sagte Ralf Goldschmidt. Die rechtlichen Grundlagen erfüllt im Übrigen der Förderverein der Hauptschule.

Dass sich etwas an dem Kiosk verändern müsse, darüber wurde bereits seit Langem im Lehrerkollegium gesprochen. Katharina Giese hat sich dieses Projektes dann angenommen und verfasste darüber hinaus auch ihre Arbeit für das zweite Staatsexamen über die Entstehung und Durchführung der „Eat in! GzbL“. In den sechs Geschäftsführern fand sie dafür die ideale Chefs.

„Das Essen am Schulkiosk war ungesund. Das wollten wir ändern“, erklärte Patrick Niehage. Jetzt fiebern er und seine Kollegen der Geschäftseröffnung am 13. Februar entgegen. ▪ mg

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