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Planungen für Gemeinschaftsschule werden mit Bezirksregierung abgestimmt

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BÖNEN ▪ Vom Ergebnis einer Elternbefragung wird abhängen, ob Bönen eine Gemeinschaftsschule bekommt. Nachdem der Gemeinderat am Donnerstag grünes Licht für das Vorbereitungsverfahren zur Teilnahme am Modellversuch des Landes Nordrhein-Westfalen gegeben hat, ist Offenheit und Transparenz für Edelgard Blümel das oberste Gebot bei diesem Projekt.

„Sobald ich am Dienstag ein Abstimmungsgespräch bei der Bezirksregierung geführt habe, werde ich die Termine für den weiteren Ablaufplan bekannt geben“, kündigte die zuständige Fachbereichsleiterin der Gemeindeverwaltung gestern an. Die Schulen, die Schulleiter und die Eltern würden auf jeden Fall schnellstmöglich informiert und intensiv beteiligt, verwies sie auf die Richtlinien des Ministeriums beziehungsweise der Bezirksregierung.

Danach muss der Rat bis Ende September entscheiden, ob die Humboldt-Realschule und die Pestalozzi-Hauptschule ab dem Schuljahr 2012/2013 zusammengeführt werden sollen. Die Real- und die Hauptschule würden parallel zur Gemeinschaftsschule bis 2018 auslaufen. Dann würden die Kinder, die in diesem Sommer dort in der fünften Klasse starten, mit dem Haupt- oder Realschulabschluss nach der zehnten Klasse abgehen. Entsprechend würden die Gemeinschaftschüler von unten nachrücken.

„Ein Raumproblem würden wir mit der Einführung der Gemeinschaftsschule jedenfalls nicht bekommen. Angesichts der weiter sinkenden Schülerzahlen haben wir in den beiden vorhandenen Gebäuden im Schulzentrum und an der Woortstraße Platz satt“, so Edelgard Blümel. Das Wichtigste sei nun erst einmal die Information der Eltern über die neue Schulform. Außerdem seien möglichst bald Beschlüsse der Schulkonferenzen der Haupt- und Realschule erforderlich. Möglicherweise müsse dabei auch schon das Gymnasium einbezogen werden, obwohl an dessen Bestand nicht gerüttelt werden soll.

Nach den Vorgaben des Landesministeriums muss eine Gemeinschaftsschule allerdings eine Kooperation mit einem Gymnasium oder einer vergleichbaren Schule eingehen, die das Abitur ermöglicht, wenn sie selbst keine gymnasiale Oberstufe enthält. Obendrein muss vorher festgelegt werden, wie es nach der sechsten Klasse in der Gemeinschaftsschule weitergeht: Lernen alle gemeinsam weiter oder werden ein Haupt- und ein Realschulzweig eingerichtet?

Bevor der Rat Ende September darüber entscheiden kann, ob in Bönen eine Gemeinschaftsschule geschaffen werden soll, steht zu Beginn des kommenden Schuljahres die Befragung der Grundschul-Eltern an. Dabei müssen mindestens die dritten und vierten Klassen einbezogen werden.

Sollte das Ergebnis positiv ausfallen und der Rat für die Schulform plädieren, würde ein entsprechender Antrag an Bezirksregierung und Schulministerium gehen. Das hat das letzte Wort. Spätestens im Januar 2012 steht dann fest, ob Bönen eine Gemeinschaftsschule bekommt. ▪ li

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