Mehr als 450 Schüler des MCG beteiligen sich an der Kinder und Jugendliche erhalten Einblicke in eine Vielzahl von Berufen

Für den guten Zweck: „Aktion Tagwerk“

015.04.10|BönenFacebook
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BÖNEN ▪ Dreisatz, Textanalysen und das englische Plusquamperfekt fielen für 450 Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums gestern aus. Die Kinder und Jugendlichen machten sich nicht auf den gewohnten Schulweg, sondern auf den Weg zur Arbeit. In Bönener Betrieben packten sie mit an. Im Rahmen der „Aktion Tagwerk“ verdienten die Schüler Geld, das Hilfsprojekten zukommen wird.

Frederik Bennemann lernte in unserer Redaktion, wie eine Zeitung entsteht. Er begleitete Mitarbeiter zu Terminen.

Frederik Bennemann lernte in unserer Redaktion, wie eine Zeitung entsteht. Er begleitete Mitarbeiter zu Terminen.

Lisa Drescher (15) und Lynn Brinkmann (13) machten ihr Hobby zum eintägigen Beruf: Auf dem Gut Sandbachtal schufteten die beiden auf der Pferdekoppel. Ihre Aufgabe war es, die Wiesen „abzuäppeln“ und für Ordnung auf dem Außengelände zu sorgen.

Die Schüler werden für jede geleistete Stunde entlohnt. Mindestens vier Euro stündlich muss der Arbeitgeber zahlen. „Damit sich keiner freikauft“, erklärt MCG-Lehrerin Tina Bienert, die das Projekt mit der „Arbeitsgemeinschaft für Soziales Engagement und Motivation“ (SEM-AG) durchführt. Die an der „Aktion Tagwerk“ teilnehmenden Schüler wurden immerhin von den Schulstunden freigestellt.

Einen erlebnisreichen Tag hatte Frederik Bennemann (15). Er verschaffte sich einen Einblick in unsere Redaktion. Er begleitete die Mitarbeiter zu Terminen und lernte, wie Zeitung entsteht.

In die EDV-Abteilung der Bönener Volksbank erhielt Lukas Kunze (15) Einblick. Der Schüler durfte Software auf neuen Computern installieren, Mäuse und Tastaturen austauschen. Allerdings deckt sich diese Tätigkeit nicht mit seinen beruflichen Vorstellungen: Der Neuntklässler denkt über ein Jurastudium nach.

Ob Marie Wiesmann (11) und Sophia Wehrmann(16) nach der Schulzeit den Beruf des Floristen erlernen, steht noch nicht fest. Trotzdem hatten die beiden sichtlich viel Spaß in Petras Blumenlädchen in Nordbögge. Blumen einpflanzen, Schnittblumen fachgerecht anschneiden und das Dekorieren von Topfblumen gehörten ebenso zu ihren Aufgaben wie das Vorbereiten des Feenhaars für Blumensträuße und das Entladen der Großmarkteinkäufe aus dem Auto.

In der kommenden Woche wird eine Schülerin des Marie-Curie-Gymnasiums nach Wiesbaden zum Tagwerk Infotreffen reisen. Dort wird entschieden, welchem Projekt in Afrika das Geld zukommt. Ein Teil, das steht fest, spendet die Schule an die Humanitäre Kinderhilfe Osteuropa. ▪ rh

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