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Die meisten Schulen in Bönen werden sogenannte Go-In-Schulen für junge Einwanderer

Bönener Schulen an Integrationsprojekt beteiligt

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BÖNEN ▪ Nicht nur der Jugendtreffpunkt in der Gemeinde trägt den Namen Go in. Auch die meisten Bönener Schulen sind künftig sogenannte Go-In-Schulen, Schwerpunktschulen für zugewanderte Kinder mit Migrationshintergrund.

Ursula Apel, Schulleiterin der Goethegrundschule in Bönen, befürwortet das Integrationsprojekt.

Ursula Apel, Schulleiterin der Goethegrundschule in Bönen, befürwortet das Integrationsprojekt.

An allen drei Grundschulen sowie an der Pestalozzi-Hauptschule und am Marie-Curie-Gymnasium sollen Lehrer ausgebildet werden, die sich um die schulische Integration der zugezogenen Kinder und Jugendliche aus dem Ausland kümmern.

Bislang wurden die neuen Schüler je nach Alter und bisheriger Schulzeit in die Klassen gesetzt, ohne dass sie besonders unterstützt oder gefördert wurden. Dabei haben die Mädchen und Jungen in der Regel, wenn überhaupt, nur unzureichende Deutschkenntnisse, und auch der Unterrichtsinhalt weicht häufig von dem ab, was sie bisher gelernt haben. Das führte bislang dazu, dass etliche Kinder aus Zuwandererfamilien erst lange Zeit nach ihrer Einreise eine Schule besucht haben.

Inzwischen ist jedoch allen Beteiligten klar, dass der Bildungserfolg bei Kindern mit Migrationshintergrund eine wesentliche Rolle spiele für die soziale und spätere berufliche Integration. Im Kreis Unna sollen deshalb Strukturen ausgebaut werden, um diesen Kindern und Jugendlichen den Einstieg in die deutschen Schulen zu erleichtern. Dazu werden die Ausländerbehörden des Kreises und der Stadt Lünen, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), die untere und obere Schulaufsicht sowie alle Schulformen in einem Netzwerk zusammenarbeiten. Ziel ist es, die Bedingungen für die neuen Schüler und deren schulische Integration zu verbessern.

Ursula Apel, Schulleiterin der Bönener Goetheschule, begrüßt das Projekt: „Wir bekommen immer mal wieder Kinder aus Zuwandererfamilien. Meistens sprechen sie anfangs kein Wort Deutsch.“ Eine Lehrerin der Grundschule habe am ersten Treffen des Netzwerkes teilgenommen und das Anliegen später dem Kollegium vorgestellt. „Es ist natürlich schön, wenn wir Hilfe und vor allem auch Material bekommen. Bislang war es schwierig, diese Kinder entsprechend zu unterstützen“, sagt Ursula Apel. Wichtig sei es, dass die Lehrkräfte für die Go-In-Schulen im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ fortgebildet werden.

Ansprechpartner und Lotse für die Schüler

Auch das Marie-Curie-Gymnasium bereitet sich auf die Aufgabe vor. „Wir haben eine Kollegin, die sich schon im Studium mit Deutsch als Fremdsprache beschäftigt hat. Sie hat Interesse an dieser Aufgabe signalisiert und wird auch am nächsten Treffen des Netzwerkes im März teilnehmen“, erläutert Schulleiter Ernst-August Kirchberg. Als Ansprechpartnerin könne sie für die neuen Gymnasiasten als eine Art Schülerlotse fungieren und ihnen helfen, sich am MCG zurecht zu finden.

Wie lange es jedoch dauert, bis die Pädagogen ausgebildet sind und somit die Voraussetzungen für eine Go- In-Schule gegeben sind, steht noch nicht fest. ▪ fla

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