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Stadt will Pläne für ein größeres Archäologieprojekt prüfen

Römerpark mit der Bumannsburg?

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RÜNTHE ▪ Bislang bewegten sich die Planungen für den Archäologischen Römerpark rund um die geplante Holz-Erde-Mauer im Oberadener Römerlager. Obwohl die Pläne nicht zuletzt mangels Fördergelder abgespeckt werden mussten und die Finanzierung der Mauer noch nicht gesichert ist, könnte nach den Vorstellungen der Stadt ein noch größerer archäologischer Park entstehen, der unter anderem auch die Bumannsburg in Rünthe mit einschließt.

Das Gelände an der Bumannsburg. ▪

© Eickmann

Das Gelände an der Bumannsburg. ▪

Das, so Dezernent Bernd Wenske, hänge nicht zuletzt von dem Ergebnis weiterer Untersuchungen ab, bei denen festgestellt werden soll, ob der Bereich hinter dem Hof Schulze Elberg schon während der Römerzeit eine Bedeutung hatte. „Darüber wollen wir mit Experten vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe Gespräche führen“, sagt Wenske. Hinweise darauf gebe es.

Pläne, die Bumannsburg für Besucher zu erschließen, sind nicht neu. Bisher basierten die Überlegungen auf die Ergebnisse von Grabungen, nach denen es sich bei der alten Wallanlage um eine karolingisch-ottonischen Reichshof aus der Zeit um 800 handelt. Fränkische Keramik wurde gefunden. Holzstücke wurden untersucht und verrieten ein Alter von 1 100 Jahren. Bei weiteren Grabungen traten Keramikfunde zu Tage, die auf eine sächsische Herkunft hinweisen.

Möglicherweise war der Bereich aber schon während der römischen „Besatzer“ besiedelt. Dafür spräche nicht zuletzt die Lage an der Lippe, die noch vor 100 Jahren unmittelbar am Gelände der Bumannsburg vorbei floss.

In der Verwaltung sollen nun weiter Ideen für den Gesamtpark gesammelt werden. Eine existiert bereits: „Würde sich das mit der Bumannsburg bewahrheiten, hätten wir vier Standorte aus der römischen Zeit in unmittelbarer Nähe“, so der Dezernent. Neben den Bergkamener Flächen wären das das Lippekastell in Beckinghausen und Ausgrabungen einer germanischen Siedlung in Westick. Daher werde die Stadt auch Gespräche mit Kamen und Lünen über die Realisierung eines ortsübergreifenden Parks führen, kündigte Wenske an.

Radrouten zu den

Sehenswürdigkeiten

Die Anlaufpunkte könnten, so die weitere Idee, für touristische Zwecke mit einander verbunden werden – zum Beispiel durch Wander- und Radrouten. „Da hätten wir eine eigene Römerroute“, scherzt Wenske.

Im Rathaus hat man angeblich noch nicht darüber nachgedacht, aber ein derartiger Archäologie-Park würde möglicherweise auch die Chancen auf Fördergelder verbessern. ▪ hal

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