BERGKAMEN ▪ Der ehemalige Bergmann Lothar Köhling stellte am Samstag zusammen mit dem Produzenten Frank-Michael Rost sein neu erschienendes Hörbuch „Erinnerungen eines Bergmanns“ im Stadtmuseum vor. Dort erzählten sie den Zuhörern, wie es zu dem Buch kam und spielten ihnen zwei Kapitel von der CD vor.

© Wünsche
Der Barbara-Stollen bot eine schöne Kulisse für Lothar Köhling und sein Hör-Buch. ▪
Im Anschluss stellte Lothar Köhler noch typische Arbeitsutensilien wie Helmlampe und Pannschüppe, welche auch „Weiberarsch“ genannt wurde, vor und redete mit den Besuchern über das Gehörte und deren eigene Erfahrungen aus diesen Zeiten.
Bei den Zuhörern kam das Hörbuch gut an: „Ich fand es toll und würde mir wünschen, dass man mit solche authentischen Werken auch an Schulen im Unterricht nutzen würde“, sagte Peter Schedalke, Projektleiter des Bergbaumuseums. Aufmerksamkeit erregte der Hobby-Autor mit seinen Erzählungen von Selbsterlebtem und Berichten seiner Kollegen unter Tage bereits durch zahlreiche Lesungen, wie auf dem Ruhr2010-Schachtfest.
Bevor das Buch veröffentlicht wurde, gaben Autor und Produzent das Werk 20 ehemaligen Bergmännern zum Testhören. Diese fanden die Erzählungen sehr wahrheitsgemäß und konnten sich allesamt darin wiederfinden. Doch das Buch sei nicht nur für Kenner der Materie gedacht. „Ich möchte vor allem Menschen, die nichts mit Bergbau zu tun hatten, von diesem aussterbenden Beruf berichten“, sagt Lothar Köhling.
Vor der Präsentation führte der pensionierte Bergmann interessierte Besucher mit seinem Fachwissen durch den neu angelegten Barbara-Stollen. ▪ miw
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