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Auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung gibt es mit Münchehagen Gemeinsamkeiten

Dinoparks würden kooperieren

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MÜNCHEHAGEN/BERGKAMEN ▪ Wenn die Dinopark-Pläne Realität werden, wollen die Anlagen in Bergkamen und Münchehagen künftig kooperieren. „Das wäre perfekt“, sagte Armin Schmitt, Paläontologe an der Universität Bonn, die das Bergkamener Projekt wissenschaftlich begleiten wird und in Münchehagen aktiv forscht, beim Besuch einer Delegation von Bergkamener Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern (der WA berichtete).

Breite Wege wie in Münchehagen soll es in Bergkamen nicht geben. ▪

© Tatenhorst

Breite Wege wie in Münchehagen soll es in Bergkamen nicht geben. ▪

In Münchehagen wurden Fährten von Dinosauriern gefunden, durch ein Bodendenkmal geschützt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Um diese Spuren herum entstand einst der Dino-Park.

Das, so sind sich jedoch alle Experten sicher, lasse sich durch andere, nicht ortsgebundene Dinge ausgleichen. „Vor allem hinsichtlich des Rundgangs lassen sich in Bergkamen viele Dinge besser machen als in Münchehagen“, ist sich Schmitt sicher – und genau das will auch die Betreiberfirma. Vor allem hinsichtlich des pädagogischen Konzepts soll Bergkamen deutlich besser werden. Professionelle Hilfestellung gibt es dabei bekanntlich von der TU Dortmund, wo Didaktik der Biologie gelehrt wird.

Auch das Gelände an sich soll weitläufiger sein, erklärt Peter Montero Küpper, Geschäftsführer der Bergkamener Betreiberfirma. Während man in Münchehagen breite Wege vorfindet, die sich – ähnlich wie in einem Zoo – über ein relativ kleines Gelände schlängeln und man das Gelände an vielen Stellen komplett überblicken kann, soll es in Bergkamen entzerrter sein, mehr Überraschungsmöglichkeiten bieten. Der Weg soll ebenso 2,5 Kilometer lang sein und Abkürzungsmöglichkeiten bieten, aber das Gelände, über das er geführt wird, ist wesentlich größer. In Bergkamen sollen die Wege bei einer Maximalbreite von 2,5 Meter liegen. „Allein schon wegen einer naturnahen Nutzung des Waldes sind wir gegen breitere Wege“, so Montero.

Dass die Dinosaurier-Modelle in Münchehagen streckenweise sehr künstlich wirken, ist zum Teil dem Alter der Exponate zuzuschreiben. „Die Bergkamener Modelle werden auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sein“, verspricht Montero. Denn in Münchehagen kann selbst der absolute Dinosaurier-Laie erkennen, welche Exponate jüngeren Datums sind.

Rund 1,1 Millionen Euro will die Bergkamener Betreiberfirma in die 140 Exponate investieren, die pro Stück zwischen 6000 und 35 000 Euro kosten. Auch Eingangs- und Gastronomiebereich sollen in Bergkamen anders gestaltet werden.

Trotz aller Unterschiede, unterm Strich ist das Konzept der beiden Parks ähnlich: So hatten alle Exkursionsteilnehmer die Möglichkeit, sich ein realistisches Bild vom Bergkamener Dino-Park zu machen. „Der Besuch hat mich schon weitergebracht“, sagte Steffen Bieder von den Grünen, der noch zwischen pro und contra Park schwankt. „Das, was in Münchehagen meiner Meinung nach nicht gelungen war, soll in Bergkamen anders werden.“ In der Fraktion müsse man nun besprechen, wie es weiterginge.

Positiv überrascht zeigte sich auch Dieter Mittmann von der SPD-Fraktion. „Ich persönlich habe kein großes Interesse an Erdgeschichte. Aber was ich in Münchehagen gesehen habe, hat mich überzeugt. Ich glaube schon, dass wir hier in Bergkamen etwas Tolles aufbauen können.“ ▪ tat

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