WELVER ▪ Die Vorbereitungen und Planungen für eine Gemeinschaftsschule in Welver ab dem Schuljahr 2012/ 2013 machen weitere Fortschritte. Wie Fachbereichsleiterin Heike Grümme-Kuznik im jüngsten Schulausschuss mitteilte, seien die notwendigen Kooperationspartner für eine Gemeinschaftsschule in Welver jetzt gefunden.

Mit im Boot: Die Lehrer-Kollegien der beiden Grundschulen Borgeln und Welver werden als Multiplikatoren im Zuge der Weitergabe von Informationen zum Thema „Errichtung einer Gemeinschaftsschule für Welver“ eine wichtige Rolle spielen.
So habe sich das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg sowie der Kreis Soest als Schulträger für eine Zusammenarbeit mit Welver bereit erklärt. „Auch die Hannah-Arendt-Gesamtschule in Soest haben wir als Kooperationspartner gewinnen können“, bestätigte Grümme-Kuznik, räumte aber ein, noch nicht das Einverständnis des Schulträgers, in diesem Falle die Stadt Soest, zu haben. Hier kündigte Bürgermeister Ingo Teimann an, zeitnah mit seinem Soester Amtskollegen, Dr. Eckhard Ruthemeyer, in Kontakt zu treten. Die Kooperationspartner werden später gewährleisten, dass Schüler der Welveraner Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe II alle nur erdenklichen Abschlüsse auf den Partnerschulen bis hin zum Abitur absolvieren können.
Auch das pädagogische Konzept für die neue Schulform sei nun fertiggestellt. Grümme-Kuznik: „Hier haben wir sehr erfolgreiche und fruchtbare Arbeit unter Beteiligung aller wichtigen Akteure wie der Bezirksregierung Arnsberg, der Schulaufsicht des Kreises Soest, der Kooperationspartner in Soest, aller Rektoren der Schulen in Welver sowie der Gemeindeverwaltung geleistet.“
Besonders hervorzuheben sei die intensive Zusammenarbeit mit den Partnerschulen, womit nun ein kompatibler und damit reibungsloser Übergang für die Schüler von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II gewährleistet sei. „Selbstverständlich bleibt es den Schülern weiterhin offen, nach der zehnten Klasse auf eine Schule eigener Wahl zu wechseln.“
Grümme-Kuznik teilte mit, dass ein Eltern-Informationsabend zum Thema „Gemeinschaftsschule Welver“ für Donnerstag, 5. Mai, geplant sei. „Hier werden Eltern alles über das Konzept, die Partner und die möglichen Bildungswege erfahren.“ Unmittelbar danach starte dann die Elternabfrage. „Der Rat kann schließlich Anfang Juni grünes Licht für den Errichtungsbeschluss geben, so dass kurz darauf der Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden kann.“
Mit Blick auf die Kosten sprach Grümme-Kuznik von 860 300 Euro als einmalige Investition für einen Erweiterungsbau an der Hauptschule Welver. An laufenden Kosten seien langfristig 102 000 Euro jährlich bei vollem Schulbetrieb zu finanzieren. Berücksichtigt seien hier Lehrmittel, der Schülertransport und Personalkosten.
Inzwischen wurden auch die Lehrerkollegien der beiden Grundschulen Borgeln und Welver mit ins Boot genommen. Bei einer Info-Veranstaltung am vergangenen Dienstag informierten die Planungs-Akteure die Pädagogen über alle wichtigen Grundzüge und Merkmale einer Gemeinschaftsschule. „Unsere Grundschullehrer werden wichtige Multiplikatoren bei der Weitergabe von Infos an die Eltern sein.“
Nähere Infos zur geplanten Gemeinschaftsschule Welver und ihr pädagogisches Konzept gibt es unter http://www.welver.de
Quelle: Soester AnzeigerBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



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