WELVER - „Ich habe gekämpft“ erzählte verzweifelt der Angeklagte – aber es war bisher vergeblich. Der Alkohol wurde sein Schicksal. Ein 53-jähriger Mann aus Welver musste sich gestern vor dem Amtsgericht Soest in einem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung verantworten.

Der Richter verlas das Vorstrafen-Register mehrere Minuten lang. Seit 1987 war der Mann immer wieder betrunken Auto gefahren und dabei erwischt worden. Natürlich hatte er schon längst keinen Führerschein mehr. Eine Haftstrafe brachte ihn im Anschluss immerhin zehn Jahre ab von der schiefen Bahn. Eine Therapie nach einer Entgiftung brach er jedoch ab. Richter und Staatsanwältin erschien es sinnlos, den Mann ins Gefängnis zu stecken. Die viermonatige Haftstrafe wurde zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt. Außerdem muss der Angeklagte eine Therapie durchziehen, die er nicht ohne ärztliche Zustimmung abbrechen darf. Hundert Sozialstunden machen die Strafe komplett. ▪ dümi
Quelle: Soester AnzeigerBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



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