NORDKIRCHEN ▪ In der St.-Mauritius-Gemeinde haben derzeit Handwerker das Sagen. So wird im Kindergarten bereits seit August umgebaut, und ab Mitte Februar ist auch das Pfarrheim samt Bücherei eine große Baustelle.

Seit Mitte Januar ist der Kindergarten St. Mauritius im Pfarrheim untergebracht. Die Rückkehr in das dann fertig umgebaute Kita-Gebäude an der Bergstraße ist für den 14. Februar vorgesehen. ▪
Das 1975 errichtete Gebäude bekommt eine neue Heizung, neue Fenster, eine neue Küche, Teile des Flachdachs werden neu abgedichtet. „Ende März ist alles fertig“, sagt Werner Alsbach, Mitglied im Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde. Erster Öffnungstag der Bücherei sei voraussichtlich der 17. April. Sie benötige ein wenig mehr Zeit, sich neu einzurichten.
Alsbach, Dachdeckermeister und Bauingenieur in Rente, hilft bei der Koordination der Arbeiten – und eine gute Planung ist notwendig: Seit Mitte Januar sind die 63 Kindergartenkinder im Pfarrheim der Gemeinde untergebracht. „Bis zu diesem Zeitpunkt war es möglich, den Kita-Umbau so zu gestalten, dass immer nur ein Raum von der Sanierung betroffen war“, erläutert Alsbach. Aktuell seien jedoch das Foyer und die Turnhalle an der Reihe.
Auch das Kindergarten-Gebäude, in dem zudem das Familienzentrum St. Mauritius untergebracht ist, stammt aus den 1970er Jahren. „Es hatte zum Teil noch Einfachverglasung“, verdeutlicht Alsbach. Neben der energetischen Sanierung werden einige Räume für die U3-Betreuung hergerichtet. Platz genug ist vorhanden; vor zwei Jahren war eine der bis dato vier Kindergartengruppen geschlossen worden.
Am 14. Februar zieht der Kindergarten zurück in seine angestammten, dann komplett renovierten und helleren Räume. Ein Einweihungsfest, verbunden mit einem Tag der offenen Tür, soll es im Juni geben. Bis zur Fertigstellung des Pfarrheims überlässt die Kinderheilstätte der Gemeinde Räume in der gegenüberliegenden Alten Mädchenschule. Hier werden auch die 3 000 Medien der Pfarrbücherei zwischengelagert. Im Zuge der Baumaßnahme erhält diese Einrichtung eine neue Decke, neues Mobilar, zudem wird eine neue EDV-Technik installiert.
Der Umbau des Pfarrheims ist mit 180 000 Euro veranschlagt. Den Anstoß dazu gab die Überlegung, eine Geschirrspülmaschine anzuschaffen, wie man sie aus der Gastronomie kennt. Doch die muss mit 60 Grad heißem Wasser gespeist werden, um schnell und effizient arbeiten zu können. Weil die vorhandenen Boiler damit überfordert wären, werde nun komplett von unflexibler und teurer Elektro- auf Erdgasheizung umgestellt, so Alsbach. Dies wiederum sei zum Anlass für die Sanierungs- und Verschönerungsarbeiten genommen worden.
Im Zuge des Umbaus soll an der Treppe hoch zum Pfarrsaal noch eine Hebeanlage für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator installiert werden. Hier wartet man aber noch auf die Zuschuss-Bewilligung des Bistums. ▪ am
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