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Leonie Sophia Wulff errang Querflöten-Sieg bei „Jugend musiziert“

Leonie Sophia Wulff errang Querflöten-Sieg bei „Jugend musiziert“

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CAPELLE ▪ Es ist ja nicht so, dass Leonie Sophia Wulff am vergangenen Wochenende als unerfahrener Neuling in den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Heek gegangen wäre. Schließlich war die Schülerin des Werner St.-Christophorus-Gymnasiums erstmals vor drei Jahren bei dem Wettbewerb vertreten. Doch diesmal gelang ihr an der Querflöte mit dem Sieg in der Altersgruppe III der große Wurf.

Leonie Sophia Wulff liebt es, auf ihrer Querflöte zu spielen. Die Mühen haben sich gelohnt: beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. ▪

© Müller

Leonie Sophia Wulff liebt es, auf ihrer Querflöte zu spielen. Die Mühen haben sich gelohnt: beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. ▪

Bereits seit sechs Jahren – und damit fast ihr halbes Leben – spielt Leonie das Instrument. In Heek überzeugte sie die Jury mit ihren drei Darbietungen und heimste als einzige Querflötistin 24 von 25 möglichen Punkten ein. Diese Leistung brachte ihr die Qualifikation für den Landeswettbewerb ein, der im März in Köln stattfindet. Um dort teilnehmen zu können, müssen die Musiker mindestens 23 Punkte erreichen.

Bei „Jugend musiziert“ treten Künstler aus insgesamt sieben Altersgruppen an. In der Klasse I a spielen die jüngsten (bis sieben Jahre), in der Klasse VI sind die Teilnehmer 21 bis 27 Jahre alt. Die von der Jury vergebene Punktzahl setzt sich aus verschiedenen Kriterien zusammen, etwa der Technik oder dem Klang des Tons.

Ob Leonie als Favoritin ins Rennen ging, möchte die 13-Jährige selbst nicht bewerten, stattdessen sagt sie: „Ich war mit mir selbst zufrieden.“ Für ihre außerordentliche Leistung erhielt sie eine Urkunde und einen Plüschteddy. In Einzelfällen belohnt die Jury herausragende Leistungen allerdings auch mit Stipendien oder Förderstunden bei renommierten Lehrern.

Ihre musikalische Entwicklung geht Leonie mit einem gewissen Ehrgeiz an, aber sie hat auch keine Scheu, das Instrument mal zur Seite zu legen. „Es bringt ja nichts, wenn ich keine Lust habe“, sagt die Gymnasiastin. Für gewöhnlich übt sie jeden Tag etwa 20 bis 30 Minuten. Zugleich ist das Musizieren jedoch auch Entspannung für sie und lenkt von den ernsteren Dingen des Lebens ab. „Wenn ich mir zum Beispiel Vokabeln nicht merken kann, spiele ich ein wenig“, erklärt Leonie.

Wie und warum ihre Wahl einst auf die Querflöte fiel, daran kann sie sich jedoch gar nicht mehr genau erinnern. Dafür aber ihre Mutter Martina: „Nach der musikalischen Früherziehung im Kindergarten wollte Leonie partout Querflöte lernen. Und ich denke, das Instrument liegt ihr.“ Mittlerweile kann aber auch die Tochter beschreiben, was ihr daran so gefällt. „Ich finde es einfach ein schönes Instrument und ich habe immer noch Spaß daran, es zu spielen. Gut ist auch, dass man es überall mit hinnehmen kann.“ Dennoch, so Martina Wullf, habe ihre Tochter „zwischendurch immer ein paar Durststrecken gehabt. Dann haben sie oder ihre Lehrerin versucht, sie zu motivieren.“

Zusätzlich spielt Leonie noch im Orchester ihrer Schule. Ob ihre musikalischen Aktivitäten irgendwann zum Beruf werden, will die Achtklässlerin jedoch noch nicht festlegen. „Ich mache gerne Musik. Aber was ich später mache, weiß ich noch nicht genau“, betont sie. Und wenn sie irgendwann die Lust am Flöten verliert, dann, so ihre Mutter, „hört sie eben auf“. Zurzeit schweben Leonie solche Gedanken aber noch nicht im Kopf herum. Vielmehr hofft sie auf ein gutes Ergebnis in der nächsten Runde, dem Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“. ▪ cm

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