NORDKIRCHEN ▪ Der frühe Jäger fängt die Krähe – dies dachten sich die Jäger des Hegerrings Nordkirchen-Südkirchen-Capelle und zogen am Samstag trotz der Eiseskälte schon vor der Dämmerung los, um den schwarzen Gesellen zu Leibe zu rücken.

Denn die Krähen sind nicht gern gesehen. Sie verursachen nicht nur Schäden in der Landwirtschaft, sondern stellen auch dem Niederwild nach, greifen etwa Hasen und die Gelege von kleineren Vögeln an. Hegeringsleiter Hubertus Pröbsting berichtete, dass in diesem Jahr erstmalig speziell ausgebildete Krähenjäger das Team unterstützen. Diese waren beispielsweise aus Hannover und Cloppenburg angereist, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. „Die Krähen sind schlaue Tiere, wir machen uns eine ausgeklügelte Jagdtechnik zunutze, um sie zu überlisten“, erklärt Ralf Nielsen, einer der insgesamt zehn eingeladenen Krähenjägern.
Nach erfolgreicher Jagd in Nordkirchen werden die Tiere eingesammelt und zu einer Sammelstelle gebracht. Hier wird traditionell die Strecke gelegt. „46 Krähen sind diesmal erlegt worden, wir bedanken uns noch einmal für die tatkräftige Unterstützung und würden uns wieder über eine Zusammenarbeit freuen“, sagte Hegeringsleiter Pröbsting. Nach einer kleinen Stärkung ging es nachmittags weiter mit der Taubenjagd. ▪ haa
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