027.08.10|Herbern|Herbern|
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ASCHEBERG ▪ Die Gemeinde Ascheberg soll zum Schuljahr 2011/2012 die von allen Parteien favorisierte Profilschule bekommen. Bis spätestens November wolle sie über den Ascheberger Antrag entscheiden, teilte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) gestern mit. Der Antrag aus der heimischen Gemeinde ist zurzeit noch der einzige seiner Art, dem Ministerum liegen aber schon zwölf weitere Anfragen vor.
Damit bestätigt sich, was Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und der Schulentwicklungsexperte Dr. Ernst Rösner erst kürzlich im persönlichen Gespräch mit Löhrmann erörtert hatten (WA berichtete).
Eine Änderung des bestehenden Schulgesetzes ist für die Einführung einer Gemeinschaftsschule nach Löhrmanns Auffassung nicht nötig. Für Gemeinschaftsschulen, in denen andere Schulformen wie Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien aufgingen und Kinder bis mindestens zur siebten Klasse unterrichtet würden, reiche die Gesetzeslage aus, gab sich die Ministerin überzeugt. Grund dafür ist eine Experimentierklausel, die Schulversuche und Versuchsschulen ihrer Auffassung nach gestatte.
Für die Gemeinde Ascheberg hat sich der ehrgeizige Zeitplan für Beantragung und Umsetzung der Profilschule bereits ausgezahlt. Noch vom vorherigen Rat im Oktober 2009 einstimmig auf den Weg gebracht, wurde die Profilschule auch nach der Wahl weiter forciert. Von der früheren, CDU-geführten Landesregierung war der Antrag dagegen nicht bewilligt worden. Damit ließ sich der ursprünglich vorgesehene Start zum Schuljahr 2010/11 nicht mehr realisieren. Im Rathaus macht man sich nun an die Umsetzung. Fragen, wie die Auswirkungen der Profilschule auf die Nachbarkommunen und die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans aus dem Jahr 2006 müssen geklärt werden. Auch will man sich auf die Suche nach einer Kooperationsschule machen, die Ascheberger Schüler zum Abitur führt. ▪ gh

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