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Martin Patzelt lieferte den Namen für das Konfekt der Herberner Bäckerei

„Müülken“: Röwekamps Praline hat einen Namen

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HERBERN ▪ „Müülken“, das Kind – Pardon, Konfekt – hat einen Namen. Kugelrund, mit kernig-westfälischem Pumpernickel außen und fein-herber Schoko-Creme innen. Die Herberner Spezialität der Bäckerei Röwekamp ist nicht länger namenlos.

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© Heinkel-Brüggemann

Wer spitzt angesichts der Leckerei nicht das „Mäulchen“ zum Kussmund, fand Michael Patzelt und ließ sich zum Siegervorschlag des Namenswettbewerbs für die Pumpernickel-Praline inspirieren. Und nicht nur das, dem Davensberger seien die Ideen rund um die kugelige Spezialität an einem Vormittag spontan zugeflogen, berichtete er am Dienstag bei der Preisvergabe im Hotel Wolfsjäger an der Südstraße.

Dorthin hatte Ascheberg Marketing mit Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und Geschäftsführerin Melanie Wiebusch eingeladen, um die Favoriten der Jury aus immerhin 348 verschiedenen Einsendungen zu präsentieren.

„Schlickertüügs för´n Schlickertant, „Müülken ut Hiarbn“, „Mags´s n´Müülken?“ „Draww ick di ´n Müülken giewwen?“. Originelle Sprüche, gedruckt auf T-Shirts, Aufklebern etc., so stellt sich der Wettbewerbssieger eine Vermarktungsstrategie vor. Aus der Hand des Herbern-Parat-Vorsitzenden Hubert Streyl erhielt er dafür einen Warengutschein über 50 Euro und anerkennende Glückwünsche. Dabei hatte es ihm die Konkurrenz wahrlich nicht leichtgemacht. Für den Vorschlag „Schwarze Westfälin“ nahm Christian Eickholt aus Davensberg den dritten Preis, einen Präsentkorb, entgegen.

Die Idee „Prasché“ von Rainer Hattrup gefiel der Jury so gut, dass sie dafür den zweiten Preis, eine Umhängetasche von Ascheberg Marketing, vergab.

Für seine „fast wahre Geschichte“ um den „Herberaner Golfballtrüffel“ oder besser gesagt, den „Trüffel-Trolli“, erkannte die Jury, bestehend aus Dr. Risthaus, Melanie Wiebusch, den Röwekamps, Konditorin Doris Hülk sowie Herbern-Parat-Vorstand Hubert Streyl und Thomas Ritz Alfred Brochtrop einen Kreativpreis zu und belohnte den Herberner mit Frühstücksbrettchen plus „Müülken“.

Über den Einfallsreichtum in der Gemeinde zeigten sich alle angetan. Allein 77 Vorschläge stammten von einem Einsender, sagte Melanie Wiebusch. Und weil man sich den Namen „Müülken“ nicht etwa für andere Produkte wegschnappen lassen möchte, hat der Bürgermeister die Marke beim Patentamt bereits schützen lassen. Bei dem Namen „Aschenbrödel“ etwa waren andere schon schneller. Bei „Westfalenkugel“ dagegen greife eine Vorschrift des Patentamtes, erläuterte er. Danach darf ein Name nicht nur „rein beschreibend“ sein. Neben den traditionell angehauchten Vorschlägen fand sich mit „Ascheberg App“ auch Modernes in der Liste.

Erstaunliche 8000-mal ist die im Spätherbst vorgestellte Spezialität schon über die Theke von Judith und Karl Röwekamp gekullert. Es lag als originelles Geschenk unterm Weihnachtsbaum oder wird zu allerlei Anlässen als Präsent mit heimatlichem Touch überreicht. Dass für die in Handarbeit erstellte Knutsch-Kugel zeitweise gar der gesamte selbst gebackene Pumpernickel verarbeitet worden sei, verriet Judith Röwekamp am Rande. ▪ gh

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