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Entscheidung könnte sich bis zum Sommer hinziehen

Erhalt der Grundschule Davensberg ungewiss

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DAVENSBERG ▪ „Viele Wege führen nach Rom“, besagt ein Sprichwort. Doch nur ein wirklich gangbarer Weg scheint zum Erhalt des Schulstandortes in Davensberg zu führen: Das Jahrgangsübergreifende Lernen (JüL), bei dem Kinder der ersten bis vierten Klasse gemeinsam unterrichtet werden.

Rund 80 interessierte Eltern hatten sich zu der Informationsveranstaltung in der Aula der Lambertusschule eingefunden. Bis eine Entscheidung über den Erhalt des Grundschulstandortes fällt, kann es aber bis zum Sommer dauern. J

© pr ▪ Foto: pr

Rund 80 interessierte Eltern hatten sich zu der Informationsveranstaltung in der Aula der Lambertusschule eingefunden. Bis eine Entscheidung über den Erhalt des Grundschulstandortes fällt, kann es aber bis zum Sommer dauern. J

Pädagogisches Ziel dieses Konzeptes ist es unter anderem, gute Schüler besonders zu fördern und schwächere aufzufangen. „Dieses Modell wird von der Schulaufsicht favorisiert, und es ist am besten kalkulierbar“, berichtete Alexander Ruhe am Dienstagabend in der Aula der Lambertusschule in Davensberg.

Gemeinsam mit Schulleiterin Charlotte Bücker stellte der Leiter des Schulamtes rund 80 interessierten Eltern sowie einigen Vertretern der Parteien auch sämtliche anderen theoretisch denkbaren Modelle für den Schulstandort Davensberg vor. „Erklärtes Ziel des Landes ist es, kleine Schulstandorte zu erhalten. Und die Gemeinde versucht, Davensberg möglichst attraktiv zu gestalten. Aufgrund der zu geringen Schülerzahl kann diese Schule jedoch nicht alleine existieren“, umriss Alexander Ruhe die Situation.

Bei der künftigen Gestaltung des bereits bestehenden Schulverbundes mit der Lambertusschule Ascheberg müssten jedoch ab dem Schuljahr 2013/2014 neue Landes-Richtlinien umgesetzt und die prognostizierten Anmeldezahlen berücksichtigt werden.

„Das bestehende System kann nicht weitergeführt werden, weil die neue Konzeption des Landes einen Riegel vorschiebt“, machte der Schulamtsleiter unmissverständlich deutlich. Mit nur 15 bis 17 Neuanmeldungen in den kommenden Jahren „kratzen wir an der Untergrenze für den jahrgangsbezogenen Unterricht“, sagte Ruhe. Sollten Kinder sitzenbleiben, zu anderen Schulen abwandern oder Familien wegziehen, müssten gegebenenfalls ganze Klassen aufgelöst und nach Ascheberg verlagert werden. Für den Erhalt des Schulstandortes „sind wir auf jeden Schüler angewiesen“, appellierte Ruhe an die Davensberger Eltern, ihre Kinder auch tatsächlich vor Ort anzumelden und dafür zu werben.

Aus der Elternschaft wurde mehrfach die dringende Bitte geäußert, Ascheberger Eltern für den Jahrgangsübergreifenden Unterricht in Davensberg zu interessieren. Schulleitung, Kindergärten und Gemeindeverwaltung sollten dafür Werbung betreiben, hieß es. „Das Interesse wächst. Der Bedarf ist in Ascheberg aber noch nicht gegeben“, entgegnete Schulleiterin Charlotte Bücker. Dazu müsse „Überzeugungsarbeit“ geleistet werden.

Diesbezüglich könnte ein für Ende April/Anfang Mai vorgesehener Informationstag mit Praxisberichten zum Thema „Jahrgangsübergreifendes Lernen“ das Interesse für eine Anmeldung in Davensberg fördern.

Nach weiteren Informationsveranstaltungen in Davensberg und Ascheberg soll der Elternwille mit Hilfe von ausführlichen Fragebögen ermittelt werden. Gemeinsam mit der Schulaufsicht werde dann ein Konzept erarbeitet, das mit der Politik und den Schulgremien abgestimmt werde, erläuterte Ruhe. Vor Beginn der Sommerferien solle Klarheit geschaffen werden, wie es in Davensberg weitergehe. ▪ red

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