HAMM - Der Rechtsstreit zwischen der Hammer gemeinnützigen Baugesellschaft und ihrem in Ungnade gefallenen Prokuristen Lars Hossiep geht in die nächste Runde. Am 27. März werden sich die Parteien in ihrer Auseinandersetzung um die am 13. Mai 2011 ausgesprochene fristlose Kündigung vor dem Landesarbeitsgericht wiedersehen.

Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Neue Brisanz erhält der Fall aber nicht wegen des Termins, sondern wegen einer gestern von der Grünen-Ratsfraktion formulierten Anfrage an den Oberbürgermeister. Schon seit Monaten vermuten die Grünen ein System von Vetternwirtschaft bei der Besetzung hochkarätiger Stellen bei den städtischen Töchtern. Im Fall Hossiep, der am 1. April 2009 seine mit rund 90000 Euro dotierte Stelle antrat, wollen sie nun neue Erkenntnisse gewonnen haben. „Wir wissen jetzt, dass die ,Eckdaten’ des Arbeitsvertrages des Herrn Hossiep Ergebnis nichtöffentlicher Verhandlungen von CDU und SPD waren“, heißt es in der „Nachfrage“, die vom Fraktionsvorsitzenden Reinhard Merschhaus, Ratsherr Karsten Weymann und dem Fraktionsangestellten Siegbert Künzel unterschrieben wurde. Zur Erinnerung: Parallel zu Hossiep (SPD) wurde damals auch HgB-Geschäftsführer Thomas Jörrißen (CDU) als Nachfolger für den SPD-Mann Hans-Georg Arndt berufen. Die Grünen wollen nun eine Antwort auf die Frage, „wer aus den Eckdaten einen Vertrag gemacht hat“.
Wir berichten heute ausführlich im Westfälischen Anzeiger.
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