HAMM - Nach dem Ausbruch von Bochum stellt sich die Frage, wie eigentlich das Gefängnis in Hamm ist. Jedenfalls nicht so sicher, dass mit weiteren baulichen Veränderungen nicht weitere Verbesserungen möglich wären....

© Mroß
Auf loses Panzerglas dürfen die Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt Hamm nicht hoffen. Immer wieder wurde die Sicherheit im Knast kontrolliert und verbessert.
In Bochum ebnete ein Baumangel in Form eines nur lose befestigten Oberlichtes aus Panzerglas den Weg in die Freiheit. „Es wäre vermessen zu sagen, dass hier nichts passieren kann. Aber unsere JVA ist schon sehr sicher“, sagt Hermann Rath, der stellvertretende Anstaltsleiter.
Rath muss es wissen. Schließlich arbeitet er seit rund 30 Jahren im Hammer Knast, die Zahl der Ausbrüche könne er an einer Hand abzählen. Und: Der letzte Ausbruch liege bestimmt schon zehn, zwölf Jahre zurück.
Baugleiche Oberlichter, die in Bochum durch unsachgemäßen Einbau die Flucht des 47-jährigen Polen ermöglicht hatten, gibt es in Hamm nicht. Das NRW-Justizministerium hatte hier eine sofortige Kontrolle veranlasst. Zwar kennt Rath etwa acht bis zehn weitere Gefängnisse in NRW, doch zu Bochum könne er nichts sagen. „Da bin ich nur einmal gewesen.“
Zum Standort Hamm merkt er an, dass hier in der Vergangenheit eine bauliche Grundsanierung durchgeführt worden sei. Auf loses Panzerglas dürfen die 170 Häftlinge an der Bismarckstraße also nicht hoffen. - asc
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