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Schützen und Wirte kritisieren das Rauchverbot

Schützenvereine und Wirte kritisieren das Rauchverbot

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HAMM - NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) macht Ernst in Sachen Nichtraucherschutz. Heimische Gastronome und Schützenvereine kritisieren den Vorstoß der Politikerin.

Zum September dieses Jahres sollen die Schlupflöcher, die das seit 2008 geltende Nichtraucherschutzgesetz bot, gestopft werden. Dann würden beispielsweise Raucher-Clubs der Vergangenheit angehören und auch in Festzelten dürfte nicht mehr geraucht werden.

Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Festabend auf dem Schützenfest zur Zwei-Klassen-Gesellschaft: die einen qualmend vor dem Zelt, die anderen rauchfrei drinnen. Jörg Jagener, Geschäftsführer des Westfälischen Schützenbundes 1861 e.V., hält das geplante Gesetz für „absolut nicht förderlich“. „Bierchen und Zigarette im Festzelt gehören zur Geselligkeit einfach dazu“, sagt Jagener, in dessen Verband 950 Vereine organisiert sind. Jagener (ebenfalls Nichtraucher) hofft, dass sich noch ein Kompromiss finden lässt.

Das hofft auch Thomas Jägermann, Vorsitzender des Stadtverbandes der Hammer Schützenvereine. „Eventuell gibt es ja doch ein Schlupfloch“, sagt er. „Schützen sind flexibel.“ Für die Vereine könne ein solches Gesetz zurzeit noch schwer kalkulierbare wirtschaftliche Folgen haben. „Wenn der Umsatz nicht stimmt, kann die Musik nicht bezahlt werden“, so Jägermann. In jedem Fall wolle man das Thema bei der Jahreshauptversammlung im Stadtverband ansprechen.

„Für viele kleinere Gastronomiebetriebe steht mit der Gesetzesänderung die Existenz auf dem Spiel“, sagt Wolfgang Henke, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Westfalen e.V. „In den Ballungsräumen wird das Sterben beginnen.“ Für Henke ist die Novellierung des Gesetzes schlicht eine „Frechheit“.  - oz

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