HAMM - Erst der Tod einer 39-Jährigen an der Werler Straße, dann die gewalttätige Auseinandersetzung in Bockum-Hövel. Beide Fälle waren nicht vorhersehbar, heißt es von der Polizei.
Wie berichtet war die Polizei kurz vor der Tat noch an Ort und Stelle gewesen und hatte den 23-Jährigen aus der Wohnung verwiesen. Eine Parallele, die auffällt: Auch beim Totschlag an der Werler Straße in der ersten Januar-Woche waren Polizisten unmittelbar vor der Tat noch bei Täter und Opfer gewesen. Auch hier hat der Besuch der Polizisten das spätere Unheil nicht verhindert. „Jeder Einsatz wird nachgearbeitet, in solchen gravierenden Fällen natürlich ganz besonders“, nimmt Polizeisprecher Ulrich Biermann Stellung zu der Frage, ob in beiden Fällen Schlimmeres hätte verhindert werden können. „Sie können nicht Menschen sofort einsperren, die Verhältnismäßigkeit muss gegeben sein“, erläutert Biermann. Zunächst müssten „mildere Maßnahmen“ in Erwägung gezogen werden, beispielsweise ein Platzverweis.
Im Fall Bockum-Hövel habe der 23-Jährige sich einsichtig gezeigt. „Dass er zurückkommt und dann auch noch mit einer Axt auf die Tür einschlägt, war nicht vorherzusehen“, so Biermann. Häufig sei es auch so, dass der Streifenwagen noch einige Zeit vor Ort bleibe.
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