HAMM - Der Schulausschuss hat gestern mit großer Mehrheit grünes Licht für das von der Verwaltung vorgeschlagenen Genehmigungsverfahren der Arnold-Freymuth-Schule als Sekundarschule gegeben.
Ende des Jahres sollen die Anträge bei der Bezirksregierung eingereicht werden, im Sommer 2012 soll der Betrieb am Standort der Falkschule an den Start gehen.
So schiedlich friedlich, wie das Abstimmungsergebnis letztlich war: Es trübt doch über den Sitzungsverlauf hinweg. Vehement diskutiert wurde ein kurzfristig gestellter SPD-Antrag, die Sophie-Scholl- und die Friedensschule als weitere Kooperationspartner der Sekundarschule mit in das Genehmigungsverfahren aufzunehmen. Bislang waren dies das Märkische Gymnasium und die Berufskollegs.
Argument für die Erweiterung der Liste: Beide Hammer Gesamtschulen eignen sich aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung mit heterogenen Schülergruppen bestens für eine verbindliche Kooperation mit der künftigen Freymuth-Schule.
Schuldezernent Markus Kreuz und Schulamtsleiter Roland Böhs verwiesen auf den hohen Aufwand, der mit einer Erweiterung der Partnerliste verbunden sei. Die Schule müsse an den Start gebracht werden, eine der Voraussetzungen sei die Benennung von Kooperationspartnern. Wohin die Schüler, die am Ende ihrer Laufbahn an der Sekundarschule einen Q-Vermerk erhalten, tatsächlich wechseln, sei ihnen aber weiterhin gänzlich freigestellt. „Es gibt keine Präjudizierung“, stellte Kreuz klar. „Sie wollen die Gesamtschule nicht, dann sagen Sie es auch klar und deutlich“, warf Marion Josten (Linke) ein.
Am Ende der wortreichen Debatte folgten CDU und FDP der Verwaltungslinie. Der SPD-Antrag wurde abgelehnt, brachte aber auch nicht den allgemeinen Konsens für die Sekundarschule ins Wanken. Gegen die Stimmen der Linken wurde das Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht. Endgültig besiegelt wird es im Rat in dessen Sitzung am 13. Dezember.
Mitte bis Ende Januar könnte es zudem eine Sondersitzung des Schulausschusses mit Schwerpunkt auf die Sekundarschule geben. Entsprechendes Interesse wurde von der Opposition angemeldet. - fl
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