HAMM/DUBAI ▪ Was hat der Hammer Diplom-Finanzwirt seinen Anlegern nicht schon alles versprochen: Vor drei Jahren sollte das 142,5 Millionen Euro teure Hotel im Hinterland von Dubais Traumstränden bezugsfertig sein, die Renditen sollten sprudeln, und im größten „Ballroom“ der Emirate sollten rauschende Feste gefeiert werden.

© pr
Auf der Baustelle in Dubai tut sich offenbar nichts. Dies zeigt unser aktuelles Bild. ▪
Die Realität sieht anders aus: Längst wird Georg Recker per Haftbefehl gesucht, die Millionen seiner knapp 1 000 deutschen Anleger sind offenbar versickert und die Hotelbaustelle gammelt vor sich hin.
Nachdem der Westfälische Anzeiger zum wiederholten Male nachgewiesen hatte, dass es keinen Baufortschritt gibt, hatte Recker Ende des Jahres 2009 reagiert und angekündigt, dass es nun definitiv weitergehe. „Noch in der letzten Kalenderwoche“, so hatte er in einem Anlegerschreiben verbreitet, „werden die Bautätigkeiten fortgesetzt. Wir versichern Ihnen noch einmal, dass wir uns hier in Dubai auch weiterhin für die Interessen des Fonds einsetzen werden.“
Hoffnung, in absehbarer Zeit etwas von ihren investierten 25 Millionen Euro zurückzuerhalten, können sich derzeit nur einige wenige der knapp 1 000 deutschen Anleger machen. Per Eilverfahren hat nunmehr auch die Bremer Anlegerschutzkanzlei KWAG für einen ihrer Klienten erreicht, dass auf von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Fonds-Konten über rund ein Million Euro dessen 52 000-Euro-Investition „reserviert“ wird. Weitere 50 bis 60 solcher Eilverfahren will die KWAG in den nächsten Tagen in die Wege leiten. In der Hauptsache soll es laut Anwalt Jens-Peter Gieschen in wenigen Wochen erste Termine vor dem Dortmunder Landgericht geben.
Alle Versuche, Recker oder seinen Generalbevollmächtigten in den vergangenen Tagen über die mittlerweile in Bockum-Hövel ansässige Dubai-1000-Verwaltungs GmbH zu erreichen, scheiterten. Es lief lediglich ein Anrufbeantworter; ein Rückruf erfolgte nicht. ▪ fl
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