HAMM ▪ Am Samstag Mittag geht die Suche der Tauchertrupps im Hammer Hafenbecken unvermindert weiter. Nach Auskunft des Diensthabenden Polizeihauptkommissars Wolfgang Poliznik ist es jedoch zu diesem Zeitpunkt schon unwahrscheinlich, dass der 21-jährige Mann aus Ahlen noch lebt. Am Freitag hatten die Beamten gegen 21.30 Uhr den ersten Hinweis darauf erhalten, dass eine Person im Hafenbecken schwimmen gegangen sei und nicht mehr aufgetaucht wäre. Angeblich wollte der junge Mann den Datteln-Hamm-Kanal durchschwimmen, wobei er mit hoher Wahrscheinlichkeit ertrunken ist.

Samstag Mittag im Ölhafen: Die Suche nach dem 21-Jährigen bleibt erfolglos. Im Hintergrund der Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann im Gespräch mit Angehörigen aus Ahlen.
Eine Gruppe von vier jungen Männern aus Ahlen waren am Abend mit ihrem PKW unterwegs gewesen und hatten im Hafenbecken nahe der Radbodbrücke halt gemacht. Im Ölhafen verließen sie ihren Wagen, als sich einer der Kumpel entschloss schwimmen zu gehen. Er entledigte sich der Kleidung, stieg in den Kanal und wollte ihn durchschwimmen. Als er in der Mitte angekommen war, rief er plötzlich um Hilfe. Vor den Augen seiner Freunde verschwand er unter der Wasseroberfläche und tauchte scheinbar nicht mehr auf. Der Versuch eines seiner Freunde, den Verunglückten zu finden und zu bergen, blieb ebenfalls erfolglos. Auch die Feuerwehren aus Hamm und Ahlen, die mit zehn Tauchern vor Ort sind und den Unglücksort systematisch absuchen, konnten den Verunglückten nicht finden. „Auch die Möglichkeit, dass der junge Mann willentlich getaucht ist, um an anderer Stelle wieder hochzukommen, halte ich für unwahrscheinlich,“ erklärt Samstag Mittag der Diensthabende Beamte. An den Spundwänden gäbe es kaum Möglichkeiten, das Wasser zu verlassen. Und wenn doch hätte sich der Mann sicherlich nachts bei seiner Familie gemeldet. Es muss davon ausgegangen werden, dass der 21-Jährige ertrunken ist.
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