NORDDINKER ▪ Bis auf ein paar feine Staubkörnchen ist der Pupenwagen mit dem schwarzen Stoff von Alters-und Gebrauchsspuren verschont geblieben. Einzig das verschnörkelte Gestell und die schmalen Räder lassen erahnen, dass es sich bei diesem Modell um ein etwas älteres handelt. Vermutlich stammt der Wagen aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Jetzt ist er Teil der aktuellen Ausstellung im Museumskotten.

© Rother
Johannes Ulmke (Mitte), Lutz Müller und sein Sohn Leo probierten die alten Spielzeuge schon einmal aus. ▪
Und damit passt er zum dem Motto, das Johannes Ulmke sich in diesem Jahr für sein Drei-Eichen-Fest und die damit verbundene Ausstellung überlegt hat: „Wir spielen mit altem Spielzeug“.
Der antike Puppenwagen erreichte Ulmke in Form einer Spende des Vereins Humanitas. Viel weiß er über den Wagen nicht, der Verein konnte ihm keine Informationen über das genaue Alter oder die Herkunft geben. So kann Ulmke nur spekulieren: „Der Wagen ist mindestens 100 Jahre alt“, sagt er und begründet sein Urteil mit der Machart des Modells, wie beispielsweise dem verstellbaren verdeck, das aus feinem schwarzen Stoff gefertigt ist. Und noch etwas vermag der Vorsitzende des Heimatvereins zu deuten: „Der Wagen gehörte reichen Leuten, sowas konnten sich früher nur Familien aus besseren Kreisen leisten.“
Wer vor vielen Jahrzehnten mit dem Puppenwagen gespielt hat, ist also ungewiss. Fest steht jedoch: Bei dem Drei-Eichen-Fest in diesem Jahr, wird er wieder zum Einsatz kommen. Denn das alte Spielzeug, das dann in Ulmkes Museumskotten ausgestellt wird, darf nicht nur angeschaut, sondern von den Kindern auch zum Spielen benutzt werden.
Das einzige Spielzeug, das Johannes Ulmke für seine Ausstellung noch fehlt, ist eine alte Eisenbahn.
Das Drei-Eichen-Fest findet am 29. Juli ab 11 Uhr im Museumskotten am Horsthölter Weg statt.
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