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Artikel: Zukunft des katholischen Friedhofs an der Kamener Straße gesichert
WIESCHERHÖFEN Die Erleichterung vor allem bei den Vertretern der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien war groß: Schon nach wenigen Wochen hat sich die neue Drainage auf dem Gemeindefriedhof an der Kamener Straße eingestellt, so dass der Grundwasserspiegel um etwa einen Meter gesenkt werden konnte.

Er habe an den vier Eckpunkten des Friedhofs jeweils zwei Messungen durchgeführt, berichtete Kirchenvorstandsmitglied Dieter Brauckhoff. „Eine Mitte Juli und die andere Ende August.“ Doch selbst beim starken Regen der vergangenen Tage habe es keine Probleme mit steigendem Grundwasser gegeben. Ihm sei allerdings bewusst, dass der Drainage die eigentliche Bewährungsprobe noch bevorsteht: nämlich die Herbst- und Wintermonate. „Ich gehe aber davon aus, dass das Wasser wie geplant dem Pumpwerk in Höhe der Firma Riba und von dort dem Wiescher Bach zugeführt wird.“
Brauckhoff und Pfarrer Lothar Brieskorn bedankten sich bei der RAG, der Konsta Planungsgesellschaft mbh sowie der Baufirma Mors, die für einen reibungslosen und vor allem dezenten Ablauf der Bauarbeiten auf dem Friedhof gesorgt hätten. Die RAG ihrerseits bedankte sich bei der Gemeinde und der Firma Riba für die „konstruktive Zusammenarbeit“. Rund 350 000 Euro hat sich die RAG die Regulierung des Grundwassers kosten lassen. Vor allem aufgrund von Bergsenkungen und einer altersschwachen Drainage war das Grundwasser der Grabsohle nahe gekommen und hatte den Mindestabstand von 70 Zentimetern unterschritten. „Über kurz oder lang wären weitere Bestattungen auf dem Friedhof untersagt worden“, erläuterte Pfarrer Brieskorn. Wie Clemens Hieke, Handlungsbevollmächtigter bei der Konstaplan, berichtete, sei von den Gräbern zwar keine direkte Gefahr für das Grundwasser ausgegangen. Allerdings werde durch die Feuchtigkeit der Verwesungsprozess der Leichen gestoppt. Daher habe man den Grundwasserspiegel absenken müssen. Zwar sind die Baufahrzeuge – insgesamt mussten in 3,5 Meter Tiefe rund 620 Meter Drainageleitungen und Rohre verlegt werden – mittlerweile abgezogen.
In Kürze sollen aber noch die Seiten zur Kamener Straße und zum Wiescher Bach mit 1,75 Meter hohen Pflanzen begrünt werden. Auch die Firma Riba hat zugesagt, ihre zum Friedhof gelegene Seite zu begrünen. Von der Gemeinde wird der Grundwasserspiegel im Bereich des Friedhofs künftig regelmäßig kontrolliert, zunächst vierteljährlich, später dann einmal im Jahr. „Die RAG überprüft mehrmals im Jahr die Funktionsfähigkeit des Pumpwerks“, berichtete Mitarbeiter Burkhard Köhler. Sollte das Wasser stark ansteigen, könnte der Bereich mit einer Kamera befahren und ein eventuell verstopftes Rohr gereinigt werden. Was den Friedhof mit seinen knapp 1000 belegten Gräbern betrifft, so sind mit der Grundwasserregulierung die größten Arbeiten abgeschlossen. Allerdings möchte die Gemeinde noch die Zufahrt von der Kamener Straße verbreitern, um einen Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Brauckhoff: „Gespräche hierzu laufen.“ J stg
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