405.09.10|Hamm-Pelkum|Hamm-Pelkum|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
WIESCHERHÖFEN ▪ Einen Gottesdienst zur Bergbautradition in ihrer Gemeinde feierte die evangelische Kirchengemeinde Wiescherhöfen am Samstag auf der Kissinger Höhe. Die Andacht mit dem Titel „Glück auf!“ ist Teil der Reihe „Gottesdienst anderswo“, in der die Gemeinde vierteljährlich einen Gottesdienst auf ungewöhnliche Weise abhält.

Beim Haldengottesdienst wurden auch so manche Geschichten erzählt. ▪
Dieses Mal fanden sich rund 80 Besucher und der Posaunenchor Wiescherhöfen auf der Spitze der Kissinger Höhe ein und konnten während der gesamten Andacht über Hamm und auf das Bergwerk Ost blicken. Sie gedachten dem Aus des Bergwerkes nach fast 100 Jahren Bergbautradition. Am 30. September wird hier die letzte Förderschicht gefahren. Im Verlaufe des Gottesdienstes führte Pfarrer Matthias Eichel drei Symbole an: Die Kohle, die Taube und die Grubenlampe.
Zu den Symbolen führte Eichel jeweils über Bibeltexte, die er mit dem Bergbau verband.
Die beiden Bergmänner Jörg Holländer und Ingo Böttcher ließen die Besucher an ihren Erfahrungen teilhaben. Für sie hat der Bergbau sowohl Arbeit als auch Freizeit geprägt. „Kumpel ist man auch im wahren Leben“, fasste Holländer zusammen. Die Arbeit unter Tage schweiße sehr zusammen, weil man sich voll und ganz auf seine Kumpel verlassen können müsse. Die Arbeit sei für ihn immer noch etwas Besonderes, auch wenn sie genauso Alltag sei wie in anderen Berufe. Für ihn und Böttcher bedeutet das Ende des Bergwerkes Ost vor allem „Herzschmerz“. Sie glauben, dass es damit auch mit der Region ein Stück weit zu Ende geht. Denn zu viel hänge am Bergbau, als dass sie sein Ende unbeschadet überleben könne. Allerdings hoffen sie, dass die Tradition erhalten bleibt. Für die Kumpel aus dem Bergwerk Ost beginnt nach dem 30. September eine schwere Zeit. „Entweder sie können in den frühzeitigen Ruhestand gehen, oder sie müssen dann mit Anfahrtswegen um die 120 Kilometer rechnen“, so Holländer.
Trotz der teils etwas traurigen Stimmung war Eichel sehr zufrieden mit dem Gottesdienst: „Ich finde es toll, dass sich so viele auf den Weg nach hier oben gemacht haben. Unsere Erwartungen, was die Besucherzahl angeht, wurden übertroffen.“ Nach dem Gottesdienst fanden sich die Besucher in Cottmanns Hütte ein, um zu Grillen und ihre Geschichten zum Bergbau zu erzählen. ▪ gei
zurück zur Übersicht: Hamm-Pelkum

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

