420.10.10|Hamm-Herringen|Hamm-Herringen|13
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HAMM-WESTEN ▪ Nach dem Bericht über den „nervigen“ Brummton, der laut Stadt nicht einwandfrei lokalisiert werden konnte, haben sich am Mittwoch mehrere Bürger in der Lokalredaktion des Westfälischen Anzeigers gemeldet und über ähnliche Erfahrungen berichtet – und das nicht nur aus der Westenheide und dem Hammer Westen.

Anrufe gab es auch aus dem Umfeld des Maximilianparks in Braam-Ostwennemar sowie von der Münsterstraße in Bockum-Hövel. Auch dort werde, so die Anrufer, je nach Windrichtung ein mehr oder weniger starker Dauerton wahrgenommen. Man habe ihn jedoch nicht zuordnen können.
Und so konnten zumindest dort nur Mutmaßungen angestellt werden. Ähnlich wie in der Westenheide sei auch bei ihr das Problem vor etwa einem Jahr aufgetreten, meinte eine Leserin aus Bockum-Hövel. Sie sehe in ihm einen zeitlichen Zusammenhang mit der Baustelle Warendorfer Straße in Richtung Bockum-Hövel. Beweise habe sie dafür aber nicht.
Schon seit längerer Zeit mit dem Thema beschäftigt sich auch ein Anlieger des Altmarker Wegs. Bereits zu Beginn des Jahres hatte er sich mit Grünen-Bezirksvertreter Siegbert Künzel (BV Mitte) und auf sein Anraten hin mit dem Bauordnungsamt in Verbindung gesetzt. Dieses habe ihm dann empfohlen, das Auftreten des Lärms zur protokollieren. Das habe er dann auch über mehrere Wochen gemacht und der Stadt mitgeteilt. Vom Gefühl her sei es danach zwar auch ein wenig besser geworden. Doch vor allem bei Nordwind höre man das Brummen auch weiterhin. „Wenn auch nicht mehr so stark wie zu Beginn des Jahres.“ Er wolle sich jetzt aber mit weiteren Betroffenen zusammentun und einen erneuten Versuch unternehmen, den Lärm endlich abzustellen.
Der Anrufer wunderte sich über die Aussage der Stadt, dass sie den Ton „nicht habe feststellen und damit auch keine Quelle habe lokalisieren können“. Eigentlich sollte ihr bekannt sein, dass es sich bei der besagten Quelle um eine Firma im Bereich Hafenstraße handelt, sagte er.
Das bestätigte auch ein Anlieger der Westfalenschleife, der die betroffene Firma sogar schon kontaktiert hatte. Der Brummton sei auch an den Wochenenden zu hören. An einen Schlaf bei offenem Fenster sei nicht zu denken. Auf eigene Kosten habe er sogar den Rollladenkasten in seinem Schlafzimmer dämmen müssen.
Die Stadt wollte gegenüber unserer Zeitung zwar nicht bestätigten, dass von der beschriebenen Firma an der Hafenstraße tatsächlich der Lärm ausgeht. Allerdings sei ein Gutachter bei der Ursachenforschung auf ein dort stehendes Aggregat gestoßen, das einen „erheblichen Bedarf hat, nachgerüstet zu werden“. Das habe man der Firma auch mitgeteilt. Jedoch könne die Nachrüstung nur schrittweise vollzogen werden. „Ob es sich bei dem Aggregat tatsächlich um den Auslöser für die jüngsten Beschwerden handelt, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Es kann sein, muss aber nicht“, stellte er klar. Denn insgesamt gebe es im Hammer Westen mehrere potenzielle Lärmquellen.
Und so müssen die genervten Bürger zumindest vorerst mit dem Brummton leben – es sei denn, dessen Herkunft kann demnächst einwandfrei festgestellt werden. Aber gerade das gestaltet sich für die Stadt offensichtlich als nicht so einfach... ▪ stg
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