027.01.12|Hamm-Herringen|Hamm-Herringen|
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HAMM-WESTEN ▪ Die einen möchten junge Menschen in eine Ausbildung bringen, die anderen suchen jedes Jahr neue Fachkräfte, um ihre Aufgaben abwickeln zu können. Um künftig gegenseitig voneinander profitieren zu können, haben die Anne-Frank-Schule und die Deutsche Post DHL gestern im Hammer Westen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Zunächst einmal ist dieser auf ein Jahr befristet. Bei Erfolg könne er aber jeweils um ein Jahr verlängert werden, sagte Michael Born, Ausbilder bei einem der größten deutschen Unternehmen.
Schulleiter Werner Averbeck sowie Berufsorientierungslehrer Rolf Weißner freuten sich sehr, mit der Deutschen Post DHL einen starken Partner an ihrer Seite zu haben. Gleichzeitig bedankten sie sich bei der IHK zu Dortmund, die die beiden zusammengebracht hatte.
Wie wichtig der Schule das Thema „Ausbildung“ ist, zeigt eine aktuelle Umfrage unter den Zehntklässlern. In den vergangenen Jahren konnten jeweils etwa 30 Prozent der Abgänger eine Ausbildung beginnen. Die übrigen landeten auf einem Berufskolleg oder auf einer Schule mit gymnasialer Oberstufe. „Die Umfrage hat deutlich gemacht, dass wesentlich mehr Schüler eine Ausbildung beginnen möchten“, so Averbeck. Viele hätten es jedoch bei einer oder zwei Bewerbungen belassen. „Wir als Schule müssen sie noch stärker als früher an die Hand nehmen“, so der Schulleiter. Man sei daher sehr froh, die Erfahrungen der Deutschen Post DHL als derzeit einzigen festen Kooperationspartner nutzen zu können.
Im Postleitzahlbezirk 59 ist die Hammer Hauptschule die erste Schule, mit der die Post kooperiert. „Im Dortmunder Raum sind es derzeit drei“, sagte Ausbilder Peter Mill. Man wolle aber weitere Schulen im 59er-Bereich ansprechen, vor allem in Richtung Sauerland.
Zum neuen Ausbildungsjahr, das am 20. August beginnt, möchte die Niederlassung Dortmund, die die beiden genannten Postleitzahlbezirke betreut, noch 46 Azubis einstellen. „Durch die Kooperation mit den Schulen erhoffen wir uns Bewerbungen für unsere Ausbildungsberufe“, so Mill.
Dazu gehören die Bürokraft und vor allem die Fachkraft für Kurierexpress und Postdienstleistung. Dahinter steht aber mehr als „nur“ die Zustellung von Paketen und Briefen. Während der zweijährigen Ausbildung arbeiten die jungen Menschen zum Beispiel auch im Briefverteilzentrum in Werl, um zu sehen, was hinter dem System Post allein an logistischen Herausforderungen steckt.
Unternehmen stellt
Praktikumsplätze bereit
Was die konkrete Kooperation zwischen Schule und Unternehmen betrifft, so will dieses nach den Herbstferien „drei bis vier Praktikumsplätze“ zur Verfügung stellen und die Schule auch hinsichtlich des Langzeitpraktikums unterstützen. Zudem will die Deutsche Post DHL die Schule besuchen, dort ihre Berufe vorstellen und auch etwas über die Anforderungen oder die Verhaltensweisen während der Ausbildung erzählen. „Aus Erfahrungen wissen wir, dass externe Experten für unsere Schüler eine hohe Glaubwürdigkeit haben“, so Weißner, der sich gut vorstellen kann, dass demnächst ein Post-Azubi an der Anne-Frank-Schule informiert. Auch ein Besuch im Briefverteilzentrum sei denkbar. Von der Kooperation profitieren würden vor allem die älteren Schüler in den neunten und zehnten Klassen. ▪ stg
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