HEESSEN ▪ Auf ein ereignisreiches Jahr 2011 blickt die Chorgemeinschaft Papst Johannes in ihre Jahreshauptversammlung zurück. Weil seit Anfang des Jahres die Kirche St. Stephanus durch ihren Umbau als wichtiger Aufführungsort wegfällt, wird es musikalisch in diesem Jahr voraussichtlich etwas ruhiger. Dennoch geht den Sängerinnen und Sängern die Arbeit auch in 2012 nicht aus.

© Szkudlarek
Pfarrer Wilhelm Lohle (rechts) und Chorleiter Werner Parecker (links) ehrten Barbara Klockenbusch und Heinrich Klockenbusch für 40 Jahre Mitgliedschaft und Singen im Kirchenchor. ▪
Neben den kirchlichen Hochfesten, die die Chorgemeinschaft musikalisch begleitete, standen im vergangenen Jahr zusätzlich acht größere Konzerte auf dem Programm. Dazu gehörten unter anderem die Aufführungen anlässlich des Orgelfestivals zur Profanierung der Kirche St. Theresia, das „Oratorio de Noël“ oder ein Konzert in Duderstadt. Eine solche Anzahl von Veranstaltungen wird es dieses Jahr nicht geben. Wegen der Sanierungsarbeiten an der Stephanuskirche ist unter anderem noch unklar, ob die Chorgemeinschaft nicht auf das traditionelle Konzert zum Fest des Namenspatrons verzichten muss. Fest im Programm sind aber wieder die kirchlichen Hochfeste, die Waldbühneneröffnung, die Wallfahrt nach Telgte (24. Juli) und ein Auftritt des Kinder- und Jugendchores „Magic Voice“ im Seniorenheim.
Besonderheit beim diesjährigen Maisingen am 5. Mai ist die Zusammenarbeit mit dem Blasorchester aus Hullern. Das Motto steht noch nicht fest. Bei diesem Ereignis werden auch Pfeifen aus defekte Registern der Orgel verkauft. Der Erlös ist für den Förderverein gedacht.
Positiv entwickelt hat sich der Kinder- und Jugendchor „Magic Voice“. Im Vergleich zum Vorjahr kamen fünf junge Sängerinnen und Sänger hinzu. Die Truppe hat auch schon bei der Weihnachtsmesse und bei der Aufführung von „Mr. Scrooge“ mitgewirkt.
Aufgelöst habe sich der junge Chor „Klangfarben“, berichtete Parecker. Die Band bestehe noch und es werde eine Neugründung nach dem bestehenden Konzept mit Chor und Instrumenten geben, so Parecker. Als Termin sei hierfür der 20. März um 20 Uhr im Pfarrheim St. Marien vorgesehen. Parecker lädt alle Interessierten dazu ein.
Auch neben den Proben und mit weniger Aufführungen geht der Chorgemeinschaft die Arbeit nicht aus. So haben sich die Sängerinnen und Sänger mehrere Tage beim Ausräumen der Kirche engagiert. Pfarrer Wilhelm Lohle dankte ihnen dafür und überreichte jedem eine Orgelpfeife.
Zusammengeführt wurde im vergangenen Jahr der Bestand an Noten der drei früheren Kirchenchöre St. Stephanus, St. Marien und St. Theresia. „Das sind rund 80 voll gepackte Kisten“, berichtete Klockenbusch. Die Notenwarte und einige andere Helfer sortierten und katalogisierten dieses Material jetzt. „Das ist noch sehr viel Arbeit“, so Klockenbusch. ▪ jim
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