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Warten auf Zuschuss für den Zechen-Radweg

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Die Schienenübergänge, wie hier an der Lippestraße, müssen beseitigt werden.
Die Schienenübergänge, wie hier an der Lippestraße, müssen beseitigt werden. © Hillebrand

WERNE ▪ Der überregionale Radweg auf der früheren Zechenbahntrasse findet bald nicht mehr kurz hinter der Lippe ein jähes Ende. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll mit den vorbereitenden Arbeiten für die Verlängerung über das frühere Zechengelände begonnen werden.

Radler können dann nach der Fertigstellung von Rünthe kommend hinter der Lippebrücke rechts abbiegen und ihren Weg über die Zechenbahntrasse bis zum Stockumer Gersteinwerk fortsetzen. Zurzeit werden sie über die B 233 bis nach Werne umgeleitet.

Voraussetzung für den Baustart ist allerdings die Förderzusage der Bezirksregierung, die noch immer nicht erteilt ist. „Wir warten auf den Bewilligungsbescheid“, sagte eine Sprecherin des Regionalverbandes. Die 850 000 Euro teure Maßnahme soll mit 75 Prozent aus dem Landestopf gefördert werden, die Restsumme trägt der RVR.

Während der Regionalverband Verhandlungen über den Grundstücksankauf führt, sorgt die städtische Tiefbauabteilung gemeinsam mit der Ruhrkohle dafür, dass ein Teil der technischen Voraussetzungen erfüllt wird. Denn das Bundesverkehrsministerium hat Stadt und Ruhrkohle zur Auflage gemacht, die nach dem Abbau der Gleisanlagen noch verbliebenen Schienenübergänge an der Lippestraße, an der Brede, am Werthweg und an der Boymerstraße zu beseitigen.

Da die Stadt als Straßenbaulastträger ebenso in der Verantwortung steht wie die Ruhrkohle als Betreiber der früheren Zechenbahn, werden die Kosten geteilt. „Wir haben jetzt eine Vereinbarung mit der Ruhrkohle abgeschlossen“, berichtete Gisbert Bensch von der städtischen Tiefbauteilung. Für die Durchführung der Bauarbeiten sei die Stadtverwaltung verantwortlich. Die Mittel für den Rückbau der Schienen stehen laut Bensch im städtischen Haushalt zur Verfügung.

Dass der Baustart für die Weiterführung des Radweges noch in diesem Jahr erfolgt, hält RVR-Sprecherin Barbara Klask für unwahrscheinlich. „Voraussichtlich werden wir nur noch einige vorbereitende Rodungsarbeiten durchführen können“, so Klask.

Der Radweg auf der Zechentrasse war auf Bergkamener Gebiet samt neuer Lippebrücke im Oktober 2007 offiziell vom damaligen Umweltminister Eckhard Uhlenberg eingeweiht worden. Der Minister kündigte den zügigen Weiterbau übers Zechengelände an, doch anschließend wurden die Landesmittel für das Projekt gekürzt.

Neue Hoffnung kam auf, als der Regionalverband Ruhr im April ankündigte, neue Fördertöpfe anzuzapfen. ▪ kb

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