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Radweg auf der Trasse der Zechenbahn kommt

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WERNE ▪ Die Ausschreibungen laufen noch, aber die Verträge mit dem ausführenden Bauunternehmen sollen bald geschlossen werden. Das sagt RVR-Sprecherin Barbara Klask nach Rücksprache mit der Bauleitung über die mehrfach versprochene Fertigstellung des Radweges auf der Zechenbahntrasse. In diesem Jahr soll möglichst noch mit dem Bau begonnen werden.

Das Projekt hat Menschen und Medien schon viel beschäftigt, seit mit großem Aufwand der Abschnitt auf Bergkamener Gebiet fertiggestellt und die alte Bahnbrücke über die Lippe für mehr als 400 000 Euro saniert worden war. Als NRW-Umweltminister Ekkehard im Jahr 2007 zur Eröffnung mit den Bürgermeistern dort in die Pedale trat, ging es gen Süden nach Bergkamen, denn in seinem Rücken war vor dem Werner Zechengelände Schluss mit dem Fernradweg.

Vier Jahre später ist der Regionalverband Ruhr (RVR) als Projektverantwortlicher nach zähem Ringen mit den Mitteln ausgestattet und quasi im Begriff, diesen Umstand aus der Welt zu schaffen, den viele als Schildbürgerstreich empfunden haben. Mit 780 000 Euro ist der Weiterbau des fünf Kilometer langen Teilstücks veranschlagt, wie Klask berichtete.

Auf Werner Gebiet wird den Radlern nun über das Zechengelände bis zum Werthweg in Stockum der Weg geebnet. Aber selbst in der kommenden Radelsaison werden sich die Fahrradfahrer noch gedulden müssen, bis der Weg frei ist. Der geplante Fertigstellungstermin sei der Herbst kommenden Jahres. In diesem Jahr soll die Strecke möglichst noch vom Bewuchs entlang des Zechengeländes frei geschnitten werden, damit die Arbeiter danach freie Bahn haben.

An der Lippebrücke geht es zunächst auf das Zechengelände, dann im Bereich des vorhandenen Fußwegs zum Lippewehr an der Schlagt und dann auf das alte Gleisbett. Entlang der Brede können die Radler auf der Bahntrasse bis zum Werthweg in Stockum gelangen. Kurz hinter der Autobahnbrücke endet dann der Weg, da parallel der Feldweg nach Stockum und zum Ende der stillgelegten Bahnstrecke am Sandbochumer Weg führt. Ab dort ist die Strecke für das Gersteinwerk noch in Betrieb.

Die Radlerstrecke soll nach früheren Angaben des RVR in einer Breite von drei Metern mit einer wassergebundenen Decke hergestellt werden. Nur an den Straßenübergängen ist Asphalt vorgesehen.

Interessierte Bürger haben jüngst die Frage aufgeworfen, inwiefern auf der Strecke am Rande des Stadtgebietes noch ein Abzweig oder zumindest ein Hinweis auf die Innenstadt geschaffen werden kann. In dem laufenden Vorhaben und mit den zweckgebundenen Fördermitteln des Landes für den kommunale Radwegebau sei das nicht mehr möglich, hieß es.

Für den Lückenschluss an der Industriestraße in Overberge verhandelt der RVR noch über die Grundstücke. Im Frühjahr könnte es dort weiter gehen. ▪ bkr

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