Piper des Luftsportclubs Hamm im Kornfeld am Wahrbrink zerlegt und zur Flugzeug-Werft gebracht

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    • 18.07.13
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Luftsportclub Hamm

Pech-Vogel nach der Notlandung geborgen

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WERNE - Beim Luftsportclub Hamm herrscht Erleichterung nach der geglückten Notlandung einer vereinseigenen Propeller-Maschine am Dienstagabend auf einem erntereifen Gerstenfeld nahe des Gewerbegebiets Wahrbrink-West.

Einen Tag nach der Notlandung der Piper PA 28 schraubten Mitarbeiter der Skytec Airservice GmbH das Fluggerät auseinander.

© Eickmann

Einen Tag nach der Notlandung der Piper PA 28 schraubten Mitarbeiter der Skytec Airservice GmbH das Fluggerät auseinander.

"Wir sind sehr froh, dass nichts Schlimmeres passiert“, sagte Geschäftsführer Hans-Dieter Steinmann. Wie berichtet, blieben die beiden Piloten beim Aufsetzen des Fluggeräts auf dem Acker unverletzt. Unterdessen wurde die Pannen-Maschine - eine viersitzigen Piper PA 28, deren Motor im Anflug auf Hamm zu stottern begann - im Laufe des Mittwochs geborgen.

Mehr Bilder von der Bergung der Maschine

In ihr saßen der 80-jährige Heinz Brockmann aus Hamm und eine 24-jährige Pilotin aus Bergkamen. Für Brockmann, der 54 Jahre Fluglehrer-Erfahrung vorweisen kann, war es die dritte Notlandung in seiner Pilotenkarriere - und dabei habe alles prima funktioniert, sagt er erleichtert. Größtes Problem sei es gewesen, ein freies Feld zu finden. „In der Nähe von Gewerbegebieten gibt es naturgemäß viele Stromleitungen.“ Doch in seiner Eigenschaft als Ballonfahrer habe er einen Blick für Drähte entwickelt, betont Brockmann.

Die beiden Luftsportfreunde waren am Morgen in Hamm gestartet, um einen Bekannten in Düsseldorf abzuholen und dann gemeinsam in Richtung Nordseeinsel Borkum weiterzufliegen. Der Rückflug führte ebenfalls über Düsseldorf. Gegen 17.15 Uhr dann setzen die Probleme mit dem Motor ein. „Wir haben die Ursache nicht feststellen können und uns dann schnell für eine Notlandung entschieden“, erzählt Brockmann. Nur 120 Meter nach dem Aufsetzen war die Piper stehen geblieben. „Die Gerste hat ordentlich gebremst. Normalerweise brauchen wir 400 Meter“, sagt Brockmann.

Ein Flugzeug inmitten eines Kornfeldes - den Helfern bot sich am Dienstag ein skurriles Bild. Gestern Nachmittag nun hat die Piper dem Mähdrescher Platz gemacht. Vier Mitarbeiter der Skytec Airservice GmbH zogen die Maschine mit dem Trecker aus dem Feld und stutzten ihr die Flügel, um sie transportfähig zu machen. Neben den Tragflächen kamen auch Leit- und Fahrwerk ab, zudem wurden die Sitze demontiert. Mit einem Tieflader erreicht der Rumpf der Piper Hamm. In der Werft am Flugplatz wird sich zeigen, wie hoch der Sachschaden ist. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hat mit Blick auf den glimpflichen Ausgang der Notlandung auf die Einleitung einer Untersuchung verzichtet. „Und für uns ist das ein Versicherungsfall“, sagt Club-Geschäftsführer Steinmann.

Michael Zwilling, stellvertretender Vorsitzender des Luftsportclubs, unterstreicht, dass die Notlandung elementarer Bestandteil der Flugausbildung ist. „Wie beim Autofahren das Anhalten vor der Ampel.“ In den Schulungen werde die Situation so oft geprobt, dass Routine einkehre. „Dabei wird der Motor in 600 Metern Höhe gedrosselt, vor dem Aufsetzen aber durchgestartet“, so Zwilling. Gleichwohl habe das Piloten-Team hervorragend reagiert.

Eine Piper im Kornfeld - „das sieht spektakulärer aus als es ist“, meint Zwilling. Doch zumindest die 24-jährige Pilotin wird der Vorfall wohl im Gedächtnis bleiben. Der Tag der Notlandung war ihr Geburtstag. - am

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