Pfingstsonntag Glockenweihe in Horst

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Der angegriffene Glockenstuhl der Marienkapelle wird erneuert.

Werne - Noch haben die Handwerker ihr Werk nicht vollbracht, aber wann das Ergebnis geweiht und gefeiert werden soll, das steht schon fest: Pfingstsonntag sollten sich die Mitglieder der Gemeinde St. Christophorus und Bewohner der Bauerschaft Horst im Kalender anstreichen, denn am 15. Mai will Pfarrdechant Jürgen Schäfer an der Marienkapelle die Weihe der neuen Glocken zelebrieren.

Dabei sein kann die Gemeinde auch schon, wenn die Ergänzung für das noch zu sanierende Geläut hergestellt wird. Für Freitag, 8. April, ist in der Gießerei der Benediktinerabteil Maria Laach in der Eifel der Glockenguss terminiert. „Das geschieht, wie in jeder Glockengießerei weltweit, immer freitags um 15 Uhr zur Sterbestunde Jesu“, erläuterte Pfarrdechant Jürgen Schäfer.

Der Seelsorger mit einem Faible für Glocken kündigte an, dass die Gemeinde zu diesem Ereignis eine Busfahrt organisieren werde. Mitglieder der Gemeinde und Stifter der Neuanschaffung sollen dabei sein können, wenn Bruder Michael, weltweit einziger Mönch in diesem Fach, mit flüssigem Metall in Form bringt, was künftig in Horst die Gläubigen zum Gebet rufen soll.

Dafür muss im Glockenturm der 1954 gesegneten Kapelle zunächst eine Weile Ruhe einkehren. Im Februar werden Handwerker den angegriffenen stählernen Glockenstuhl entfernen und durch ein Eichengebälk ersetzen, das den Klang der künftig vier Glocken besser zur Geltungen bringen wird. Für den Umbau hat das Bistum kürzlich, wie berichtet, 50 000 Euro bewilligt.

Seit einiger Zeit ertönt in Horst nur noch die kleinere, „St. Maria“ getaufte Glocke. Die große und 300 Kilo schwere Marien-Glocke wurde aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Dank der Spenden aus der Gemeinde, von Einzelpersonen und Institutionen kommen nun zwei weitere Glocken dazu.

Wer mehr als 500 Euro gegeben hat, dem ist angeboten, seinen Namen auf der Glocke verewigen lassen. Einige haben aber den Wunsch geäußert, ihren Namen nicht zu nennen, wie Schäfer berichtete. Und so sagt der Pfarrdechant über die Summe der Unternehmung auch nur, dass unterm Strich „ein schönes Ergebnis“ steht. Also ein Grund zum Feiern – am 15. Mai in Horst.

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