Fällbagger an der Kamener Straße im Einsatz

Imposantes Bild: Mühelos quetscht der Fällbagger selbst dicke Baumstämme durch, um sie dann sanft abzulegen. Dies macht Roden nicht nur schneller, sondern auch sicherer. - Fotos: Hillebrand

WERNE - Er pflückt Bäume, als wenn es Blümchen wären, und nicht gerade wenige: Entlang der Kamener Straße auf Höhe der Halde Werne I/II ist derzeit ein so genannter Fällbagger aktiv.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) lässt hier den Randwuchs so zurechtstutzen, dass der Verkehrssicherungspflicht genüge getan ist. Schon in einem Jahr dürfte der Stockausschlag allerdings schon wieder bis zu 1,50 Meter hoch sein, weiß Christiane Günther, Revierleiterin des „RVR Ruhr Grün“.

Die acht Hektar große Halde samt ehemaliger Kohlenlagerfläche (13,2 Hektar) und früherer Bahntrasse (9,1 Hektar) wurde Anfang 2012 aus der Bergaufsicht entlassen. Dies war nicht nur der Stichtag für den Besitzübergang an den RVR. Zugleich wurde aus dem Betriebsgelände ganz offiziell Wald. Erster Maßnahme damals: Der Zaun, der sich ums Gelände zog, wurde abgebaut. Waldflächen dürfen nur in Ausnahmefall gesperrt werden.

Aktuell laufen nun mehrtägige Rodungsarbeiten auf einer Länge von 600 Metern und einer Tiefe von 30 bis 35 Metern. „Die Randbäume weisen zum Teil bereits eine starke Seitenneigung auf. Hierdurch verlagert sich der Schwerpunkt des Baumes, was die seine Standsicherheit negativ beeinflusst“, betont Günther.

Die Halde selbst ist laut Günther zu fast 100 Prozent mit Birke bewachsen. Bei den dem Haldenfuß vorgelagerten Bäumen handele es sich weitgehend um Eschen und Bergahorne, Birken, Haselnusssträucher sowie eine Reihe überalterter Weißdorne, die in naher Zukunft umbrechen würde.

Ein Fällbagger bringt die Bäume nicht mit Hilfe einer Kettensäge zu Fall, sondern quetscht sie nach Art einer Astschere ab. Sein hydraulisch Greifarm sorgt zudem dafür, dass die Stämme nicht unkontrolliert zu Boden krachen; sie können vielmehr ordentlich abgelegt werden.

Die gefällten Bäume und Sträucher werden laut Günther ab Mittwoch mit einem Großhacker zerkleinert. Aus den Hackschnitzel würden zum Beispiel Pellets gemacht. Während der Fällarbeiten könne es zu Sperrungen des innenliegender Fuß- und Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse kommen. - am

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