Startschuss fürs Neubaugebiet

Am Lindert wurde gestern mit den Suchschachtungen begonnen, um sich über Lage von Rohren und Kabeln zu vergewissern.

WERNE - In den nächsten Tagen ist es nur ein bescheidenes Halteverbot in der wenig befahrenen Anliegerstraße Lindert, das die beginnende Erschließung des Baugebietes am Windmühlenberg nach sich zieht. Aber in gut zehn Tagen wird die Tiefbaukolonne den neuralgischen Punkt der Kanalbaumaßnahme erreicht haben: Die Ovelgönne, eine der meistbefahrenen Straßen in Werne, muss gequert werden. Die Autofahrer müssen sich auf eine halbseitige Verkehrsführung mit Baustellenampel einstellen.

„Die gesamte Maßnahme ist mit zehn Wochen Bauzeit veranschlagt. Ich möchte nach sechs Wochen aber die Oberflächen soweit wieder hergestellt haben, dass nach den Ferien wieder einsetzende Schulverkehr nicht mehr beeinträchtigt wird“, erläuterte Jürgen Hetberg vom Kommunalbetrieb Werne (KBW). Eng werde es bei der Baumaßnahme auch in der Hinsicht, dass auf der Trasse der Kanalerneuerung viele Versorgungsleitungen kreuzen. Deshalb wurde im Lindert gestern zunächst mit Suchschachtungen begonnen, um sich über die Lage der Rohre und Kabel zu vergewissern.

„Die Straße Lindert bleibt für die Anlieger erreichbar, wir halten auch einen Rad- und Fußweg offen“, so Hetberg. Der nördliche Abschnitt sei zudem jederzeit über die Straßen Haferfeld und Münsterfort zugänglich. Sofern stundenweise Sperrungen erforderlich seien, würden die Anlieger vorab darüber informiert.

Mit dem Stich in die Merianstraße wäre in zehn Wochen das erste Etappenziel für die äußere Erschließung erreicht. Damit die innere Erschließung für die 17 geplanten Einzel- und Doppelhäuser folgen kann, muss zunächst das Gebäude der ehemaligen Hauptschule weichen. Dort hat, nachdem der Abriss der früheren Fürstenhofschule so gut wie erledigt ist, das Abbruchunternehmen mit dem Entkernen des Gebäudes begonnen.

Die Arbeiter kämen sehr zügig voran, berichtete Hetberg weiter. In zwei bis vier Wochen werde sich der Abbruchbagger auch dort an die Arbeit machen können. Als letztes soll, wie berichtet, Ende Oktober/Anfang November die bis dahin noch benötigte Turnhalle fallen. Im Frühjahr könnten dann die Bauplätze erschlossen werden. Bis zum Jahresende will die Planungsabteilung im Stadthaus das Baurecht schaffen, dann soll auch die Vermarktung anlaufen. In Aussicht gestellt sind Grundstücke von 380 bis 550 Quadratmeter, wie es in der Anliegerversammlung hieß, für „deutlich unter 200 Euro pro Quadratmeter.“ - bkr

Kommentare