Berufsberatung in der Realschule bietet spannenden Einblick in die Arbeitswelt

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Manuela Hahne stellte den Realschülern Ausbildungsberufe bei der Stadt Werne vor.

Werne -  Das Schulpraktikum der Neuntklässler der Konrad-Adenauer-Realschule ist gerade vorbei, schon ist das Thema zukünftiger Beruf wieder aktuell: Bei der Berufsberatung informierten sich am Dienstagabend rund 100 Schüler über verschiedene Berufe.

Zu den zwölf Referenten zählten Mitglieder des Lions Clubs Werne an der Lippe sowie Führungskräfte aus der Wirtschaft. Organisiert wurde die 29. Berufsberatung an der Realschule von Lions-Mitglied Dr. Stefan Marxkors und Lehrer Ulrich Reidt.

Das Spektrum der vorgestellten Berufe war groß: Mitarbeiter der Volksbank informierten beispielsweise über den Beruf des Bank- und Versicherungskaufmanns. Wolfgang Klinge vom Lederwarengeschaft Küper stellte den Beruf des Einzelhandelskaufmanns vor. Schüler, die sich für den Beruf des Rechtsanwaltes interessierten, informierten sich bei Christian Zumdick. Felicitas Höltmann vom Kindergarten St. Johannes stellte den Beruf der Erzieherin vor. Heinz Holterbork von der Firma Böcker erklärte alles Wichtige zum Mechatroniker. Auch Berufsberater Stefan Goerke gab den Jungen und Mädchen jede Menge Tipps.

„Die Schüler haben die Möglichkeit, sich bei Berufstätigen zu informieren, die in der Praxis stehen. Dadurch bekommen sie andere Einblicke und Informationen als bei der herkömmlichen Berufsberatung“, sagte Schulleiterin Ursula Jahn-Gilles.

Viele Informationen gab es auch von Manuela Hahne von der Stadtverwaltung. Sie stellte Ausbildungsberufe der Stadt wie beispielsweise Straßenwärter, Informatikkaufmann, Fachangestellter für Medien und Informationsdienste und Verwaltungsfachangestellter vor. „Als Ausbildungsleiterin kann ich den Schülern genau erzählen, wie alles abläuft“, sagte Hahne. Sie empfahl den Schülern vor allem, zusätzlich zum Schulpraktikum freiwillige Praktika zu absolvieren. „Die Berufsberatung ermöglicht einen guten Einblick in die Berufe, aber selbst reinzuschnuppern ist genauso wichtig“, sagte sie.

Zustimmen konnte da auch Friedrich Telgmann vom Lions Club: „Es wird zunehmend ein Fachkräftemangel festgestellt“, sagte er. Immer weniger Schüler würden sich für Ausbildungsberufe interessieren. Sinn der Berufsberatung sei es deshalb auch, dass einige Jugendliche sich durch die Gespräche mit den Referenten für einen der vorgestellten Ausbildungsberufe entscheiden. Sogar der ein oder andere Praktikumsplatz wurde vergeben. „Sich für Kinder einzusetzen ist Teil des Lionsgedankens. Die Berufsberatung liegt uns deshalb sehr am Herzen“, sagte Telgmann.

Schülerin Emine Zengin freute sich darüber, dass so viele verschiedene Berufe durch Mitglieder des Lions Clubs abgedeckt wurden: „Das hilft mir, wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen“, sagte sie. Für Emine und die anderen Neuntklässler wird es nun Zeit, sich zu entscheiden, ob sie nach der Schule eine Ausbildung beginnen oder eine weiterführende Schule besuchen. Bewerbungsstart für einige der Ausbildungsplätze ist schon im Sommer. - sop

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