AB-Belegschaft kämpft: Aktionszelt am Werkstor

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Das Aktionszelt wurde auf dem Ackerstreifen an der Werkszufahrt im Wahrbrink aufgestellt.

WERNE - Betriebsrat und Gewerkschaft richten sich vor dem Tor der AB Elektronik GmbH auf eine längerfristige Protestkampagne ein. Am Samstagvormittag läuft der Betrieb im Aktionszelt am Werkstor an.

Damit die gut 400 von der Produktionsverlagerung betroffenen Mitarbeiter weiter eine Anlaufstelle haben, ist im Laufe der Woche ein großes Zelt aufgebaut worden. Der Treffpunkt soll am heutigen Samstag mit Leben gefüllt werden.

Mitarbeiter und Interessierte sind eingeladen, zwischen 10 und 14 Uhr dort vorbeizuschauen, wie der Betriebsratsvorsitzende Rainer Kottmeyer mitteilte: „Es gibt keine förmliche Eröffnung. Das Aktionskomitee wird das Zelt weiter ausstatten, mittags wird gegrillt.“ In Größe und Ausstattung erinnert die Anlaufstelle an ein Schützenzelt, nur gibt es absehbar nichts zu feiern.

Betriebsrat und Geschäftsführung streiten weiter darüber, in welchem Umfang dem externen Wirtschaftsprüfer als Berater der Arbeitnehmervertreter Einblick in die Bilanzen gewährt wird, um die als alternativlos dargestellte Verlagerung ins Ausland prüfen zu können. Zumindest die erste Voraussetzung dafür ist geschaffen, wie Kottmeyer sagte. Das ausgewählte Büro habe die erforderliche Verschwiegenheitserklärung nun unterzeichnet.

Nur über welche Zahlen die Prüfer mit Außenstehenden nicht reden dürfen, ist weiter strittig. Das Management will die Expertise auf den Ausschnitt der Betriebsänderung beschränken. „Damit wir auf Augenhöhe mitreden können“, betont Kottmeyer, „brauchen wir einen Gesamtüberblick.“ - bkr

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