Kohtes humorvolle Schilderung dieses Beginns ihrer Freundschaft stand am Anfang des Benefizkonzerts vom „Ensemble Pavagansa“ in der Marker Pankratiuskirche. Das Vokal- und Instrumentalquartett besteht aus Petitdemange (Bariton, Orgel), seiner Frau Annie (Alt, Perkussion), der Deutschlehrerin Valérie Gammal (Sopran, Querflöte) und ihrem Mann Antoine (Tenor, Trompete).
„Pavagansa“ – der Name ist zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen und dem lateinischen Begriff „vagans“, der eine zusätzliche Stimme einer polyphonen Komposition bezeichnete. Für diese 5. Stimme war hier zunächst einmal Britta Kohtes zuständig. Das hochklassige Ensemble spezialisiert sich auf Konzerte zur Unterstützung humanitärer Projekte: Die Spenden dieser Veranstaltung kommen einem Jugendaustausch mit Burkina Faso und dem Förderverein der Marker Kita zugute.
Instrumentalmusik eröffnete den Abend: Von einer Suite aus Renaissance-Tänzen über barocke Klänge bis zu neuzeitlichen Werken führte die tönende Reise.
Charpentiers „Te Deum“-Präludium – die ehemalige Eurovisons-Erkennungsmelodie – und das Adagio aus Rodrigos „Concierto de Anranjuez“ waren die bekanntesten Stücke. Dank der Erläuterungen Valérie Gammals wurden die Gäste aber auch bei den nicht so populären Weisen mitgenommen.
Die a cappella gesungenen Lieder bildeten den Konzertschwerpunkt und versetzten die Zuhörer in andächtiges Staunen. Das Gotteslob und die Verherrlichung Marias stammte aus vielen Federn und umspannte rund 1 000 Jahre: das auf einem gregorianischen Antiphon basierende „Ubi caritas“ Maurice Duruflés, Händels „Canticorum jubilo“ – die Tochter-Zion-Melodie – bis zu Kodalys „Stabat mater“.
Die aus der orthodoxen Liturgie stammenden Gesänge wie „Otsche Nasch“ und Dmitri Bortnianskys „Tebie pojem“ faszinierten auch abseits russischer Kosakenchöre. Die begeisterten Zuhörer durften bei den Zugaben selbst die Vagans-Stimme beisteuern. Schade nur, dass es zu Ferienbeginn nicht gelungen war, mehr als drei Handvoll Besucher zu motivieren.














