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Landtags-Pirat: Mahn-Praxis der Stadtbücherei ist "unmenschlich"
Nachdem die Mahnungen im Wochenrhythmus ausgerechnet während des Urlaubs der Familie Stein verschickt worden waren, war der Landtagsabgeordnete der Piratenpartei mit offiziellem Landtags-Briefkopf gegen dieses Verfahren vorgegangen. Bezahlt hat er die Mahngebühren dann doch bereits am Montag, einen Anwalt möchte er nicht mehr einschalten, denn: „Zu keiner Zeit habe ich beabsichtigt, einen persönlichen Vorteil aus meiner Position schlagen zu wollen“, sagt Stein. Mehr noch: Er räumt ein, dass ihm offenbar das Bewusstsein für die Problematiken der Stadtbibliothek gefehlt hat und entschuldigt sich dafür. Die vielen kritischen Reaktionen auf den Bericht hätten ihm das deutlich gemacht.
© prDieses Buch ist der Stein des Anstoßes.Allerdings sei seine eigentliche Intention untergegangen: „Es ging mir darum nachzufragen, ob es korrekt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ist, innerhalb von 14 Tagen drei Mahnungen zu verschicken. Ich halte diese Praxis gerade in den Sommerferien, aber auch im Hinblick auf einen Vergleich mit der freien Wirtschaft weiterhin für übertrieben.“ Es wäre erfreut, wenn im Interesse der Menschen auch Themen öffentlich gemacht werden, bei denen es nicht „um abstrakte Millionen- oder Milliardensummen“ geht.
Robert Stein möchte sich zusammen mit anderen Menschen auch für solche, „vermeintlich unscheinbaren Themen“ einsetzen. Darum wird er das Gespräch mit der Büchereiverwaltung suchen und bietet allen Menschen, die aufgrund des Berichts ihren „verständlichen Unmut“ geäußert haben oder auf weitere Themen aufmerksam machen wollen, ein persönliches Gespräch an – spätestens ab Oktober auch in seinem Wahlkreisbüro in Hamm. - san















