Während Pietrzik auf den Auslöser seiner Kamera drückte und dokumentierte, dass die HAM-OB-1-Karosse den für Fußgänger und Radfahrer geräumten Bereich vor dem Heinrich-von-Kleist-Forum zuparkte, zückte ein Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes etwas später seinen Kugelsschreiber und klemmte seinem obersten Dienstherrn ein Knöllchen unter den Scheibenwischer.
Und damit habe sich der Mitarbeiter nun auch keineswegs den Zorn des Stadtoberhaupts zugezogen, sondern korrekt und richtig gehandelt, betonte Stadtsprecher Christian Strasen am Montag. „Es gibt keine Sonderrechte für städtische Fahrzeuge“, stellte er klar. „Es sei denn, es handelt sich um eine Einsatzfahrt des Kommunalen Ordnungsdienstes.“
Das Knöllchen liege im OB-Büro und müsse vom Fahrer des Oberbürgermeisters aus eigener Tasche bezahlt werden. 15 Euro – der für Parkvergehen geforderte Standard-Betrag – sei in Rechnung gestellt worden. Vielleicht sollte sich aber auch der OB an den Kosten beteiligen. Schließlich war er der Nutznießer der Parksünde und gelangte trockenen Fußes zur festlichen Verabschiedung von VHS-Chefin Regina Schumacher-Goldner... ▪ fl Lesen Sie dazu auch:












