Hunderte demonstrieren gegen Rechte in Hamm

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    • 21.07.13
    • Hamm
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Die Bilanz

Hunderte demonstrierten in Hamm gegen Rechts

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HAMM - Die Bürger der Stadt Hamm haben am Samstag ein deutliches Zeichen gegen rechte Gewalt gesetzt. 600 Menschen, und damit doppelt so viele wie erwartet, protestieren am Samstagmittag gegen eine Demonstration der rechten Szene.

© Foto: MroßMehrere hundert Polizisten waren im Einsatz. Wie viele genau es waren, wollte die Polizei nicht verraten.

Der Aufmarsch des braunen Mobs, der sich am Gustav-Lübcke-Museum versammelt hatte, fiel mit etwa 70 Teilnehmern dagegen geradezu kümmerlich aus.

Zeitweise glich Hamm am Samstag einer Stadt im Belagerungszustand. Gegen Mittag kreisten am Himmel Polizeihubschrauber, während unten an der Bahnhofstraße die berittene Polizei präsent war und unzählige weitere Beamte zu Fuß, auf Motorrädern oder in ihren Einsatzwagen Teile der Innenstadt abriegelten.

Man mochte kaum glauben, dass ein solcher Aufwand an Menschen und Material jener eher kümmerlichen Gruppe von rund 70 Neonazis galt, die sich am späten Vormittag am Gustav-Lübcke-Museum versammelt hatte, um von dort aus einen „Demonstrationszug“ durch die Innenstadt zu starten. Deutlich beeindruckender fiel dagegen die Veranstaltung aus, zu der das Hammer Jugendbündnis „haekelclub 590“ aufgerufen hatte: Rund 600 Bürger aller Altersgruppen demonstrierten in der Innenstadt gegen rechte Gewalt – die Veranstalter hatten im Vorfeld mit höchstens 300 gerechnet.

© Foto: TiggemannEiner der Initiatoren der Demonstration gegen rechte Gewalt in der Hammer Innenstadt: Justus Moor

„Damit setzt Hamm ein ganz deutliches Zeichen“, freute sich Justus Moor, einer der Initiatoren der Demonstration. Obwohl etliche Hammer angesichts des massiven Polizeiaufgebotes und der zum Teil erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt fassungslos ihre Köpfe schüttelten, hatte der Großeinsatz immerhin zur Folge, dass es an keiner Stelle der Demonstrationszüge zu Zwischenfällen kam – auch nicht an jenem Punkt im Bereich der Bismarckstraße/Goethestraße, an dem sich die beiden Gruppen bis auf wenige Meter nahe kamen.

„Hier kommt keiner durch“, bemerkte Polizeisprecher Ulrich Biermann, der ebenfalls vor Ort war. Insgesamt wurden acht Strafanzeigen, unter anderem wegen ausländerfeindlicher Parolen und Körperverletzung, erstattet. Weiterhin sprachen die Beamten gegen Mitglieder des linken Spektrums 14 Platzverweise aus. Sie hatten versucht, Absperrungen zu überwinden. - tig

Bilder der Demo gegen Rechts am Samstagmittag sehen Sie hier:

Bilder der Demo gegen Rechts am Freitagabend sehen Sie hier:

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Kommentare

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wordbux24.07.2013, 17:59Antwort
(1)(0)

Aber wo bitte sollen diese "sauberen" Politiker herkommen? Die jetzigen Staatsvertreter sind doch alle durch Lobbyismus verseucht. Wie kann es denn sein, dass die Wirtschaft mit am Tisch sitzt wenn über neue Gesetze verhandelt wird die eigentlich gegen die Wirtschaft sein sollen, oder wirtschaftnahe (bezahlte) Anwaltskanzleien die Grundgerüste für neue Gestze ausarbeiten.
Dies ist auch eine Art von Vetternwirtschaft.
Unsere fast komplette Regierung gehört ausgetauscht, doch gegen wen?
Die Rechten haben viel Zulauf weil sie das aussprechen was viele denken, sich aber nicht trauen auszusprechen.
Jetzt kommen die Linken um gegen Rechts zu demonstrieren, was wieder ein unverhältnismäßiges Polizeiaufgebot hervorruft. Wer zahlts? Der Steuerzahler.
Die Politik, ob Gemeinde, Land oder Bund hüllt sich in Schweigen und will alles aussitzen. Das schein ja in Mode zu kommen. Egal ob Merkel oder Aigner, ob von der Leyen oder de Maizière, alle setzen auf den Faktor Zeit, irgendwann wird der dumme Deutsche es schon vergessen.
Wenn Politiker von "Bürgerinnen und Bürger" sprechen, sollte man vorsichtig sein.
Es wird Zeit das die Politik umdenkt und auch das umsetzt, sonst sehe ich schwarz für Deutschland.

Alfred Tetzlaff22.07.2013, 11:43Antwort
(5)(0)

Das Schlimme ist, man hat das am linken Ufer bis heute nicht geschnallt das man mit Parolen wie "Deutsche Zustände bekämpfen" nicht Punkten kann und aller wahrscheinlichkeit wird man dies auch in Zukunft nicht schnallen.

Alfred Tetzlaff22.07.2013, 11:38Antwort
(2)(0)

Entwicklungen im Gesamtzusammenhang sehen, genau das ist das Problem und genau dies haben die gewählten "Volksvertreter", egal ob im Stadtrat, Landtag oder Bundestag schon lange nicht mehr drauf.
Weit über 4Mio Arbeitslose und Geringverdiener im eigenen Land und was kommt an Parolen aus Berlin?
Wir brauchen ausländische Arbeitskräfte.
Warum fördert man nicht das vorhandene "Humankapital"?
Weil man angeblich kein Geld dafür hat.
Gelder zur Rettung der Zockerbanden ist aber da.
Das man mit solch einen Mist in die Karten der rechten Szene spielt ist logisch und die nehmen das dankend an.
Da können die Linksradikalen noch soviel Demonstrieren und man kann noch soviele Multikultialibivereine wie Back up gründen, die eigentlichen Probleme löst man dadurch nicht.

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