Unabhängig von der Ansiedlung eines Rossmann-Marktes soll das Areal ein neues Gesicht bekommen. Dafür hat die Stadt Drensteinfurt einen engen Zeitplan aufgestellt, der jetzt abgearbeitet werden soll. Für die Erstellung eines neuen Bebauungsplans soll bis Juni eine Arbeitsgruppe -- bestehend aus Vertretern der Fraktionen, der IHK, der IGW, der Bezirksregierung, des Einzelhandelverbandes, des Büro "Stadt und Land" und der Verwaltung -- ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Und zwar mit einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung und einer Offenlegung.
Im Rahmen der Debatte um eine Ansiedlung eines Rossmann-Marktes hatten alle drei Investoren die Gelegenheit, ihre Konzepte vorzustellen: Investor Schoo, Breemühle: Der Investor plant, den baulichen Bestand bis auf das Gebäude des Rewe-Lebensmittelmarktes abzureißen. Ansonsten ist ein vollständiger Neubau von Gewerbeimmobilien in Planung. Zukünftig sollen die Firmen Rewe-Lebensmittelmarkt, Rewe-Getränkemarkt, Kik-Textilien, Lidl und Rossmann vertreten sein. Nach den Planungen des Investors soll der Rewe-Markt von 950 Quadratmeter Verkaufsfläche auf 1500 Quadratmeter erweitert werden. Lidl würde sich von derzeit 750 auf 1250 Quadratmeter vergrößern, während Textildiscounter Kik sich um 183 Quadratmeter auf 500 Quadratmeter Verkaufsfläche verkleinern würde. Um 145 Quadratmeter soll der Getränkemarkt wachsen. Für den Rossmann-Markt sieht der Investor eine Fläche von 650 Quadratmetern vor.
© prAm Ladestrang soll der Drogeriemarkt in die alte Verladehalle der Firma Storck kommen.Investor Storck, Bahnhof: Der Investor plant in der ehemaligen Versandhalle der Firma Merten und Storck, in Nachbarschaft zum Postauslieferungslager am Ladestrang, den Rossmann-Markt anzusiedeln. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Storck seine Planungen im Rathaus vorgestellt. Danach soll sich an diesem Standort der Rossmann-Markt ansiedeln. Ein großer Vorteil sei die Mantelbevölkerung: östlich der Bahn würden viel mehr Menschen leben, außerdem frequentierten täglich rund 2000 Bürger den Bahnhof. Innerhalb der nächsten vier Monate könnte der Standort stehen, Parkplätze seien genug vorhanden.
© prBeim Entwurf für die Kleiststraße soll der Rossmann an das Autohaus gebaut werden.Investor Volkmar, Kleiststraße: Am Nahversorgungszentrum soll östlich des Autohauses Volkmar ein Drogeriemarkt gebaut werden. Die Fassade orientiere sich am Autohaus. Bereits im Juli des vergangenen Jahres habe die Investorin eine Bauvoranfrage gestellt. Ihr Einzugsgebiet sei größer als von der Verwaltung angegeben, außerdem sei der Standort an der Kleiststraße optimal an die Innenstadt angebunden. Eine endgültige Entscheidung über einen Standort wollten die Kommunalpolitiker noch nicht treffen. Auch den Antrag der Stadt auf Aufhebung der Zurückstellung wollten sie nich folgen. Für die CDU war klar, dass sie die Zügel in der Hand halten wollte, und dazu gehöre auch Instrument der Zurückstellung. Daher solle im Rahmen der Fortschreibung des Einzelhandelsgutachtens vor allem die Innenstadt mit in die Planungen einbezogen werden. Erna Trojahn (FDP) sprach sich hingegen für eine zügige Lösung aus. Ebenso wie die SPD forderte sie, die Zurückstellung aufzuheben, um so Rossmann entscheiden zu lassen, an welchen Standort er sich ansiedeln lassen wolle. Maria Tölle von den Grünen sprach sich für eine schützende Hand für die Innenstadt aus. Daher sei ihre Partei für die Zurückstellung aus: "Alles, was der Innenstadtentwicklung schaden könnte, sollte verhindert werden. Es geht um eine Signalsetzung: Händler und Investoren sollen sich sicher fühlen vor der Konkurrenz am Stadtrand. Wir wollen politisch eine konsequente Verfolgung der Innenstadtstärkung." Für die Aufstellung des Bebauungsplans und die Zurückstellung spreche nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden Heinz-Josef Voß, dass so eine "Waffengleichheit" hergestellt werden könne. Alle Investoren hätten nach dem Plan die gleichen Chancen, betonte Voß. - war Lesen Sie dazu auch:










