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Keine Kompromisse beim Thema Erdgasbohrung

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Die Stewwerter stehen dem Bohrprojekt von ExxonMobil kritisch gegenüber.
Die Stewwerter stehen dem Bohrprojekt von ExxonMobil kritisch gegenüber. © Hoffmann

DRENSTEINFURT ▪ Beim Thema Gasbohren will die Verwaltung keine Kompromisse eingehen. „Eine Zustimmung des Rates zur Probebohrung und zur Förderung wird nicht erfolgen, wenn eine Gefahr für das Trink- und Grundwasser besteht.“ Diese Marschrichtung empfiehlt die Verwaltung dem Rat in einer Vorlage.

In der Ratssitzung am kommenden Montag beschäftigen sich die Mitglieder nochmals mit dem Thema Gasbohren. In der Vorlage heißt es weiter: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lehnt die Stadt die Förderung von unkonventionellem Erdgas durch Fracking ab“.

Die Verwaltung hat in einer umfangreichen Vorlage das Verfahren erläutert und die zahlreichen Bedenken aufgelistet. Außerdem hat die Verwaltung die Fragenkataloge der Grünen, der CDU, der Bürgerinitiative BIGG und Fragen von Christoph Schule und Dr. Lothar Kintrup aufgelistet. Diese sollen alle der Firma ExxonMobil übergeben werden, mit der Bitte um Beantwortung.

Natürlich könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Beurteilung und Positionierung abgegeben werden. „Um zu beurteilen, ob eine Gefährdung zu erwarten ist, sind umfangreiche Informationen erforderlich. Zum einen sind die gestellten Fragen zu beantworten, zum anderen müssen Gutachten unabhängiger Gutachter eingeholt werden“, schreibt die Verwaltung. „Auch die Stadt Drensteinfurt wird – gegebenenfalls gemeinsam mit dem Kreis Warendorf – unabhängige Sachverständige zum Themenkomplex zu Rate ziehen“, so die Verwaltung. Daher müsse das Verfahren deutlich entschleunigt werden, meint die Verwaltung. Es dürfe nichts übers Knie gebrochen werden. Nur nach einer vernünftigen und sachlichen Prüfung könne eine abschließende Stellung bezogen werden. Nachdrücklich fordert die Stadt Drensteinfurt in diesem Zusammenhang, das Bergrecht den neuen technischen Methoden anzupassen. „Insbesondere ist es erforderlich, eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die unkonventionelle Erdgasförderung (insbesondere zum Fracking-Verfahren) vorzunehmen“, so der Bürgermeister in der Vorlage. Für die Veraltung ist klar, dass nur durch die weitreichenden Regelung einer UVP mit den entsprechenden Beteiligungsrechten Dritter eine Gefährdung für Trink- und Grundwasser ausgeschlossen werden könne. ▪ wa

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