Bönener lieben bei hohen Temperaturen Eis

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    • 23.07.13
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Bönener lieben bei hohen Temperaturen Eis

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BÖNEN - Das Thermometer zeigt locker 30 Grad Celsius, der Himmel ist wolkenlos: Endlich ist er da, der lang ersehnte Sommer. Angesagt bei diesem Wetter ist vor allem eins: eine eiskalte Erfrischung. Die Eisverkäufer in der Gemeinde haben derzeit Hochkonjunktur, und den Bönenern schmeckt’s offenbar.

© Flanse

Svenja Krischt portioniert in der Kuhbar täglich etliche Liter Eis.

Dabei gehen die Geschmäcker auseinander. „Im Moment gehen vor allem die fruchtigen Sorten wie Zitrone oder Erdbeere, aber auch Joghurt“, erzählt Udo Scheelen von der Eisdiele Panciera. Seit 2007 führt er mit seiner Frau Renate die alteingesessene Eisdiele. Jetzt, in der Hauptsaison, steht das Paar bis zu 14 Stunden täglich in dem Café in der Fußgängerzone – auch, oder insbesondere an den Wochenenden. Schließlich müssen die Inhaber vor und nach Geschäftsschluss nicht nur aufräumen, sondern auch für Nachschub sorgen. Täglich bereitet Udo Scheelen neues Speiseeis zu, seit 30 Jahren ist der gebürtige Hammer im Geschäft. „Vor vielen Jahren hatten wir mal eine Eisdiele in Hagen, dann waren wir mit zwei Eiswagen in Hamm unterwegs – immer mit eigener Eisherstellung.

28 Sorten haben die Scheelens im Angebot. Neben den Klassikern wie Erdbeere, Vanille und Schokolade gibt es darunter „Exoten“ wie „Drachenfrucht“ und „Delfino“. Das bunte Eis sei vor allem bei den kleinen Schleckermäulchen sehr beliebt, erzählt Renate Scheelen. „Wir haben zurzeit aber auch „Käsekuchen mit Erdbeeren“, berichtet sie. „Natürlich versuchen wir, unseren Kunden immer mal wieder etwas Neues anzubieten.“

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Bei den Eisbechern sind die Bönener allerdings eher konservativ, wissen die Scheelens „Spaghetti-Eis ist nach wie vor der Renner“, erzählt die Fachfrau für Süßes und Kaltes. Jetzt, bei den hohen Temperaturen, griffen die Gäste zudem gerne zu Milchshakes aller Geschmacksrichtungen oder zu einem Eiskaffee.

Ihren Umsatz machen die Inhaber zur Hälfte mit dem Außerhausverkauf, zur anderen Hälfte mit dem Service an den Tischen in und vor der Eisdiele. „Bei dem schönen Wetter nehmen sich viele Leute gerne Eis mit nach Hause und essen es gemütlich im Garten oder auf dem Balkon“, erzählt Renate Scheelen. Eins hat sie in den drei Jahrzehnten im Eisgeschäft gelernt: Ist es heiß, gönnen sich die Menschen gerne ein Eis. Daran hat sich auch in Zeiten von Wirtschaftskrise oder finanziellen Engpässen in vielen Familien wenig geändert. Die Kugel Sommerglück, die im Eiscafé Panciera zurzeit 80 Cent kostet, gehört für viele einfach dazu.

© FlanseUdo Scheelen stellt sein Eis selbst her.

Das merken auch die Mitarbeiter des Backcafé Grobes. Von morgens bis abends haben sie derzeit alle Hände voll zu tun. Der Eisportionierer kennt kaum Pausen. Die Großbäckerei aus Dortmund ist Franchise-Nehmer des Eisdielen-Konzeptes Kuhbar. Vom Frühjahr bis zum Herbst gehen gegenüber dem Gemeindeteich seit rund zwei Jahren etliche Liter Speiseeis täglich über den Tresen. Die kleine Kugel kostet aktuell 60 Cent, die große 90 Cent. Zu kaufen gibt es dafür zwölf verschiedene Geschmacksrichtungen, zehn Standardsorten und zwei, die wechseln. Jetzt heißt der „Kuh-Tipp der Woche“ zum Beispiel „Sommer-Waldfrucht“. Dazu reiht sich Gefrorenes mit Namen wie „Haferflocke“, „Yogurette“ oder „Kunterbunt“ in der Kühltruhe. „Wir haben aber auch Klassiker: Haselnuss, Vanille und Schokolade“, erzählt Filialleiterin Svenja Kirscht. Am liebsten mögen ihre Kunden „Kuh-kie“, das cremige Milcheis mit Keksstückchen.

Dreimal pro Woche kommt der Kuhbar-Lkw von der Eismanufaktur aus Schwerte und versorgt das Bönener Geschäft mit Nachschub. Momentan benötigen die Verkäuferinnen reichlich, täglich müssen sie mehrfach die Behälter wechseln. „Bei dem schönen Wetter ist das ja auch kein Wunder“, sagt Svenja Krischt.

Anders als in der Eisdiele Panciera am anderen Ende der Fußgängerzone verkauft die Kuhbar fast nur Kugeln, Ausnahme ist der „Scho-Kuh“-Becher mit Sahne und Soßen. Ansonsten können sich die Kunden ihre Portion mit Sahne, Streuseln oder Smarties aufrüsten. Außerdem gibt Milchshakes, Eiskaffee- oder -schokolade.

Zwar ist jetzt „Eiszeit“, doch eigentlich geht Eis immer, in jeder Form, findet Udo Scheelen. Auch nach 30 Jahren im Geschäft isst der Eiskonditor immer noch gerne Gefrorenes – „am liebsten Haselnuss“. - fla

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